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Die populärsten Radiosender im Norden

Zweimal im Jahr ist die Radiobranche in heller Aufregung. Dann, wenn die neuen Hörerzahlen der Radio-MA veröffentlicht werden. In dieser Woche war es wieder soweit. Zusätzlich zu unserer Analyse vom Dienstag starten wir nun eine dreiteilige Serie, in der wir Ihnen Bundesland für Bundesland zeigen, welche Radiosender gehört werden. Im ersten Teil starten wir mit dem Norden und präsentieren Top Tens aus Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern.

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Als Grundlage für unsere Übersicht dienen die Marktanteile, die im Rahmen der ma 2009 Radio II veröffentlicht wurden. Sie beziehen sich auf die Tage Montag bis Freitag und weden für alle Radiosender ausgewiesen – also nicht nur für die, in denen auch Werbung geschaltet werden kann. Um die – zum Teil spannenden – Entwicklungen in den einzelnen Ländern aufzuzeigen, vergleich wir die aktuellen Marktanteile mit denen der ma 2009 Radio I.

Beginnen wir also im nördlichsten Bundesland, Schleswig-Holstein. Die Nummer 1 des Landes bleibt dort zwar R.SH Radio Schleswig-Holstein, doch der Vorsprung schrumpft. So gingen dem Privatsender ganze 4 Marktanteilspunkte verloren, mit 24,6% liegt er nur noch knapp vor NDR 1 Welle Nord, der vor allem im älteren Publikum punktet. Größter Gewinner der aktuellen MA ist NDR 2, das 4,1% Zähler hinzugewann, also in etwa das, was R.SH verlor. Recht deutlich verloren haben zudem der Hamburger Sender NDR 90,3 und delta radio. Bei den 14- bis 49-Jährigen ist der R.SH-Vorsprung noch deutlich größer. R.SH kommt auf einen Marktanteil von 32,6%, der Zweite NDR 2 auf 16,7%, doch auch hier verlor R.SH heftige 5,2 Punkte. Die Top Ten im Gesamtpublikum sieht so aus:

Noch knapper geht’s in Hamburg zu. Hier hat Radio Hamburg nämlich seine alleinige Tabellenführung verloren und muss sich Platz 1 nun mit NDR 90,3 teilen. Beide kamen in der MA 2009 II auf je 22,4%. Verantwortlich dafür sind vor allem die Verluste von Radio Hamburg – deutliche 4,8 Prozentpunkte. Der größte Aufsteiger ist in Hamburg derselbe wie in Schlewsig-Holstein: NDR 2 gewann 2,2 Punkte hinzu und kommt nun auf 12,9%. Ebenfalls zulegen konnten Das Neue alster radio (+1,1 auf nun 8,2%) und Oldie 95 (+1,7 auf 7,6%). Bei den 14- bis 49-Jährigen führt Radio Hamburg mit 33,3% vor NDR 2 (15,3%), verlor aber sogar 6,1 Zähler.

In Niedersachsen gibt es weiterhin eine klare Nummer 1. Kein Privatsender dominiert hier, sondern Schlagersender NDR 1 Niedersachsen. Auf stolze 28,6% kommt er und hängt die private Konkurrenz von radio ffn und Hit-Radio Antenne klar ab. Sie erzielen 16,7% und 15,7%, gewannen aber beide etwas hinzu. Im Gegensatz zu Schleswig-Holstein und Hamburg verlor NDR 2 in Niedersachsen und rutschte damit auf Platz 4. Bei den 14- bis 49-Jährigen bleibt man aber auf dem dritten Rang, hinter den privaten Platzhirschen radio ffn (24,3%) und Hit-Radio Antenne (23,3%).

In Bremen, dem kleinsten der nördlichen Bundesländer, dominiert das öffentlich-rechtliche Radio extrem. Mainstream-Sender Bremen Eins und das jüngere Bremen Vier kommen zusammen auf einen Marktanteil von 53,8%, das drittplatzierte NDR 1 Niedersachsen zudem auf 15,6%: Bremen Vier verlor dabei diesmal 2,5 Zähler, der Rückstand auf Bremen Eins, das 1,5 Punkte gewann, hat sich also vergrößert. Erfolgreichster Privatsender ist Energy Bremen mit einem Marktanteil von 9,5%. Deutlich zulegen konnte zudem Hit-Radio Antenne. Auch bei den 14- bis 49-Jährigen führt hier ein Sender der ARD: Bremen Vier mit erstaunlichen 30,5%.

Mecklenburg-Vorpommern verzeichnet in der MA die höchste Konzentration an der Tabellenspitze. Die drei Marktführer NDR 1 Radio MV, Ostseewelle Mecklenburg-Vorpommern und Antenne Mecklenburg-Vorpommern kommen zusammen auf heftige 78,6%, zusammen mit dem Vierten NDR 2 sogar auf 88,8%. So reichen N-Joy 3,9% für den fünften Rang. Unter den drei Top-Sendern gibt es diesmal auch kaum nennenswerte Veränderungen: NDR 1 Radio MV bleibt mit 32,2% die Nummer 1, gefolgt von der Ostseewelle (29,3%) und Antenne MV (17,1%). Bei den 14- bis 49-Jährigen dominiert die Ostseewelle den Markt nach Belieben – mit einem Plus von 4,1 Punkten erzielte der Sender diesmal heftige 43,9%.

Am Montag reisen wir mit unserer Radio-MA-Serie in den Osten – in den umkämpften Berliner Radiomarkt, sowie nach Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen.

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