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Google startet lokale Nachrichten-Suche

Jetzt geht Google in die Offensive: Gleich an zwei Fronten reagiert die Suchmaschine auf die Kritik der Verlage. So kontert Josh Cohen, der Google-News-Manager, im Company-Blog die Kritik der Print-Köpfe. Gleichzeitig startet die Suchmaschine eine Innovation, die vor allen für Regional-Verlage, die möglicherweise wichtigste Web-Neuerung des Jahres sein könnte: Google-News durchsucht und präsentiert jetzt auch lokale Nachrichten.

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Bereits im vergangen Jahr war das regionale Feature in den USA, Großbritannien, Indien und Kanada gestartet. „Die Funktion ‚Lokale Nachrichten‘ lässt euch mühelos alle aktuellen Ereignisse in eurer Gegend verfolgen“, heißt es im Google-Blog. „Wenn ihr sie einmal eingerichtet habt, werden die wichtigsten Ereignisse für eine vordefinierte Gegend ganz oben noch über den Suchergebnissen aus anderen Kategorien angezeigt.“

Das Bedeutet: Jeder Nutzer muss nur einmal ein bestimmtes Postleitzahlengebiete hinterlegen und bekommt dann automatisch bei jedem weiteren Besuch auf der Nachrichten-Seiten immer die wichtigen News aus seiner Region angezeigt. „Unser Algorithmus erkennt automatisch, ob eine Nachrichten-Quelle über einen bestimmten Ort berichtet oder nicht.“

Auch das Zweite – für die einheimische Medienwelt – wichtige Google-Statement kommt als Blogeintrag daher. Im US-Firmen-Journal stellt Josh Cohen, der verantwortliche Produktmanager für Google-News, die Sicht der Suchmaschine zur Leistungsschutz-Diskussion und zur „Hamburger Erklärung“ dar. Bereits 166 europäische Verlage haben die von Springer-Chef Mathias Döpfner initiierte Aktion unterzeichnet.  Die Verlage fodern in der Erklärung einen besseren Schutz ihres geistigen Eigentums in der digitalen Welt.

Googles Position dazu ist sehr einfach und klar: Jedem Content-Produzenten steht es frei, seine Inhalte nicht von der Suchmaschine indizieren zu lassen. Zu Deutsch: Wenn die Verlage ein Problem mit Google haben, dann sollen sie doch einfach ohne den Suchmaschinen-Traffic zurecht kommen. Allerdings gibt Cohn zu bedenken, dass Google den Verlagen über eine Milliarde Besucher pro Monat liefere und somit die Möglichkeit bietet, mit diesen Besuchern Geschäfte zu machen.

Bei den meisten deutschen Nachrichtenseiten liegt der Anteil an Google-Traffic bei rund 50 Prozent. Ab heute werden sich wohl die Google-Besucher bei den kleinen Regional-Seiten drastisch erhöhen. Der neuen Google-News-Suche sei dank.

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