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FAZ: „Ohne Zeitung geht es nicht“

Die "Frankfurter Allgemeine" widmet ihre Politik-Seite 3 der amerikanischen Zeitungskrise und kommt zu dem beruhigenden Schluss: "Ohne Zeitung geht es nicht". Diese optimistische, aber kaum begründete Botschaft ist erkennbar auch nach innen gerichtet - die Krise ist schließlich allgegenwärtig. Die Zeitung habe sich in der Katastrophe als "Community Organizer" bewährt – warum das allerdings unbedingt in gedruckter Form geschehen muss, bleibt leider unklar.

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Das prominent platzierte Stück von Nachrichtenchef Jasper von Altenbockum erinnert im Ansatz an die große Reportage über die Lage der US-Zeitungen – und speziell der New York Times – von „Zeit“-Herausgeber Michael Naumann im Juni, erweist sich dann aber als eher schwerfälliges Räsonnement mit langen Ausflügen in die Soziologie-Geschichte.
Kronzeuge der Krise ist der Blogger und Medienkritiker Paul Rosen,  der die Symptome recht eindrücklich als vierfaches Problem der Zeitungen beschreibt: „Autoritätsverlust, Auflagenrückgang, Anzeigenverluste, Ratlosigkeit.“
Der etwas dürftige Beweis für die Ausgangsthese ist die „Times Picayune“, die nach der „Katrina“-Katastrophe ihre Online-Zugriffe verdoppelte, aber auch die alte Printauflage wieder erreichen konnte.

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