Studie: Krise erreicht die PR-Branche

Schwere Zeiten für die Kommunikationsbranche: So ist jede dritte Pressestelle von Kürzungen betroffen. "Auch jede dritte PR-Agentur verbucht geringere Honorareinnahmen". Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle PR-Trendmonitor von News aktuell. Die Studie , stellt fest, "dass sich bei 36,6 Prozent der PR-Agenturen und bei knapp einem fünftel aller Pressestellen die Mitarbeiterzahl in den nächsten zwölf Monaten verändern wird." Mehr als zehn Prozent der Befragten gehen fest von Stellenstreichungen aus.

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Die logische Konsequenz aus dieser düsteren Zukunfts-Perspektive: Die Angst vor Kündigungen nimmt zu. Der Trendmonitor fand heraus, dass sich die Hälfte der befragten PR-Agestellten um ihren Job sorgten: „Besonders gefährdet ist in der PR-Branche die Medienhochburg Berlin“, heißt es in der Zusammenfassung der Untersuchung. „Ein Fünftel der Mitarbeiter in dortigen PR-Agenturen bangt häufig bis ständig um den Arbeitsplatz.“

Jedoch nicht jeder in der Kommunikationsbranche mache sich sorgen:  Zwei Drittel der Entscheider in Behörden rechnen stattdessen in naher Zukunft sogar mit Personalengpässen. „Knapp neun von zehn Kommunen und 80 Prozent der Landesbehörden wollen daher bessere Arbeitsbedingungen für ihre Mitarbeiter schaffen“, schreibt die Studie.

Angesichts dieser Ergebnisse ist es nicht weiter verwunderlich, dass fast alle Unternehmen sparen wollen. Größte Opfer des Rotstiftes sind Geschäftsreisen und die Zusammenarbeit mit Dienstleistern.  

Der PR-Trendmonitor untersucht per Online-Umfrage die Tendenzen und Entwicklungen in der Kommunikationsbranche. Die Befragung wurde von der dpa-Tochter News aktuell und Faktenkontor durchgeführt. Für die Untersuchung wurden 1620 Fach- und Führungskräfte aus PR-Agenturen und Pressestellen interviewt.

Zum Abschluss erkundigte sich der Trendmonitor bei den  Kommunikationsprofis noch nach dem beliebtesten Wirtschafsjournalisten. Den ersten Platz belegt der ehemalige „FTD“- und „Welt“-Chef Christoph Keese. Gefolgt von Herbert Fromme (u. a. „FTD“) sowie Roland Tichy („Wirtschaftswoche“) und Bernd Ziesemer („Handeslblatt“).

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