Ver.di und DJV protestieren gegen Bauer

Auch diesmal geht es um Geschäftsbedingungen: Nach Springer, Jalag und anderen Verlagen, hat nun auch Bauer ärger mit Ver.di und dem Deutschen Journalisten Verband. Konkret geht es diesmal um neue Vertragsbedingungen für freie Journalisten. Die Gewerkschaften sehen in den neuen Regeln einen "Verstoß gegen alle Prinzipien des Urheberrechts". Um den Widerstand zu koordinieren, hat der DJV bereits eine Protest-Site gestartet.

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Der DJV ist der Meinung, dass mit den neuen Bedingungen freie Autoren und Fotografen gezwungen werden würden, die Rechte an ihren Beiträgen und Fotos für umfangreiche Nutzungen des Bauer-Verlags und Dritte freizugeben. „Für Mehrfachnutzungen sollen sie keinerlei gesonderte, angemessene Vergütung erhalten. Darüber hinaus wird das Recht auf Namensnennung verwässert“, heißt es in der auf der neuen Protest-Seite bauerprotest.djv-online.de.

„Der Verlag will sich durch die Klauseln zu einer Nachrichtenagentur mausern, die die Beiträge weltweit nutzt und weiter vermarktet“, sagt  DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken.

Die Gewerkschaften argumentieren, dass die Mehrfachverwertung ein Grundrecht der Freien selbst sei. Denn ohne diese Möglichkeit würden sich viele Aufträge nicht mehr rechnen. „Daher ist eine unbegrenzte Nutzung durch den Verlag eine Gefahr für die Glaubwürdigkeit und Recherchemöglichkeiten freier Journalisten“, sagt Frank Werneke, stellvertretender Bundesvorsitzender der Gewerkschaft ver.di.

Der Protesttext gipfelt in der Forderung: „DJV und ver.di fordern den Bauer-Verlag auf, die Geschäftsbedingungen sofort zurückzuziehen und sich an den Verhandlungstisch zu setzen.“

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