Anzeige

Ein Jahr AppStore: die mobile Revolution

Es ist vielleicht die ungewöhnlichste Erfolgsgeschichte in der Firmenhistorie von Apple - der App Store. Ausgerechnet der Kontrollfreak Steve Jobs gab im Frühjahr vergangenen Jahres bekannt, dass Apple seine iPhone-Software für Drittentwickler öffnet. Der Schachzug ging voll auf: Binnen weniger Monate wurde der App Store mit zehntausenden neuen Anwendungen überschüttet, die insgesamt mehr als eine Milliarde Mal heruntergeladen wurden. Die Apps sind zudem auch Kaufargument für neue iPhones.

Anzeige
Anzeige

Es ist vielleicht die ungewöhnlichste Erfolgsgeschichte in der Firmenhistorie von Apple – der App Store. Ausgerechnet der Controlfreak Steve Jobs gab im Frühjahr vergangenen Jahres bekannt, dass Apple seine iPhone-Software für Drittentwickler öffnet. Der Schachzug ging voll auf: Binnen weniger Monate wurde der App Store mit Zehntausenden neuen Anwendungen überschüttet, die insgesamt mehr als eine Milliarde Mal heruntergeladen wurden. Die Apps sind zudem auch Kaufargument für neue iPhones.

Mehrwert bieten, um das Hauptprodukt zu stärken – so operiert Google seit Jahren höchst erfolgreich. Das höchst bewertete Internet-Unternehmen der Welt verschenkt die aufregendsten Software- Anwendungen, um User langfristig an sich zu binden und  von der  neu entstandenen Werbefläche zu profitieren.

Apple geht sogar einen Schritt weiter: Es lässt Drittanbieter für sich arbeiten – und sich dafür auch noch bezahlen, um am Ende von deren Leistung zu profitieren. Das nämlich geschieht seit einem Jahr auf dem vermutlich beliebtesten Software-Marktplatz der Welt, den Technologiefreaks wohl jedem anderen Silicon Valley-Unternehmen zugetraut hätten – nur eben nicht dem Kontrolle liebenden Computerpionier Apple, der bis heute Hard- und Software aus einer Hand liefert.

Nach dem ersten Wochenende war schon klar: “ Der App Store ist ein Grand Slam Home-Run“

Doch genau das ist das Geheimnis des Erfolges: Wie kein zweites IT-Technologieunternehmen besitzt Apple eine Fangemeinde von Entwicklern, die eben einmal selbst gerne etwas für den Kultkonzern aus Cupertino herstellen würden. Genau dafür bietet der App-Store seit exakt einem Jahr die Möglichkeit: Jeder Programmierer, der mit den Apple-Geschäftsbedingungen übereinstimmt, kann für Apple ein Programm entwickeln, das auf dem iPhone zum Download bereitsteht. Wird es kostenpflichtig angeboten, verdient Apple an den Einnahmen 30 Prozent.

Anzeige

Dass das Angebot aufgehen würde, war bereits nach dem Startwochenende vor einem Jahr klar: „“Entwickler haben einige außerordentliche Anwendungen kreiert, die über den App Store sofort und drahtlos jedem iPhone- und iPod touch-Nutzer zur Verfügung gestellt werden. Der App Store ist ein Grand Slam Home-Run – mit atemberaubenden 10 Millionen  heruntergeladenen Anwendungen innerhalb der ersten drei Tage“, freute sich seinerzeit Apple-CEO Steve Jobs.

1 Milliarde Downloads nach 9 Monaten: „Ein phänomenaler Erfolg“

Neun Monate später wurden ganz andere historische Marken geknackt: „Der App Store ist ein phänomenaler Erfolg bei iPhone- und iPod touch-Anwendern auf der ganzen Welt und wir möchten uns bei unseren Kunden und Entwicklern für die Mithilfe bedanken, diesen sagenhaften Meilenstein von einer Milliarde heruntergeladenen Anwendungen erreicht zu haben,“ erklärte Apples Vizepräsident Philip Schiller. „Innerhalb von neun Monaten hat der App Store die Mobil-Industrie komplett revolutioniert – und das ist erst der Anfang.“

Damit hat Schiller den Mund keinesfalls zu voll genommen: Bereits seinerzeit war der AppStore mit 35.000 Applikationen, die in 77 Ländern verfügbar waren, der weltweit größten Store für Software- Anwendungen. Sechs Wochen später wurde auf der Entwicklermesse WWDC die 50.000-Marke geknackt –  Mitte der Woche wurden bereits 63.000 Apps gezählt. 

Geht der Run weiter, dürfte es wohl kaum mehr bis zum Jahresende dauern, bis die 100.000er-Marke fällt. Längst ist der App Store zum Selbstläufer geworden – zum Mittagsgespräch unter der Kollegen, auch außerhalb der Medien- und IT-Branche: Die Frage, welche Applikationen man auf sein iPhone geladen hat, ist längst wichtiger geworden als die des Lieblingssängers oder der bevorzugten Hemdenmarken. Vor allem jedoch der App Store ist damit eines geworden: Das zugkräftigste Kaufargument für das iPhone selbst.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*