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„Die Vorleser“ starten extrem schwach

Die neue ZDF-Buchsendung "Die Vorleser" hat noch viel Arbeit vor sich. Nur 880.000 Leute wollten die erste Ausgabe sehen - ein mieser Marktanteil von 4,1%. Natürlich war nicht damit zu rechnen, dass es mit dem Thema Literatur in die Nähe der ZDF-Normalwerte geht, aber 880.000 Seher sind schon ein enttäuschendes Ergebnis für die Premiere. Vorgänger-Format "Lesen!" mit Elke Heidenreich hatte in fast 40 Ausgaben nur dreimal so wenige Zuschauer. Im jungen Publikum lief es nicht besser.

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Der Freitag bei den 14- bis 49-Jährigen:

So schalteten ganze 250.000 junge Zuschauer „Die Vorleser“ ein – ein ebenfalls miserabler Marktanteil von 2,8%., der in etwa auf dem Niveau der letzten „Lesen!“-Ausgaben liegt. Für die Premiere einer neuen Sendung, bei der eigentlich viel Neugier im Publikum herrschen sollte, sehr wenig. An der Spitze der Freitags-Charts finden sich ganz andere Formate. So siegte „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ mit 1,96 Mio. 14- bis 49-Jährigen vor dem ProSieben-Film „Final Call – Wenn er auflegt, muss sie sterben“ und der „Ultimativen Chart Show“ (jeweils 1,65 Mio.).

Für ProSieben war diese Zuschauerzahl jedoch ein größter Erfolg als für RTL. So erreichte „Final Call“ mit 16,0% einen Marktanteil, der weit über den Sendernormalwerten liegt, „Die ultimative Chart Show“ kletterte mit 17,0% nur leicht über den RTL-Senderdurchschnitt der vergangenen Monate. Gar nicht geschafft hat das „Die 10 beliebtesten Kuppelshows“. Die Sonja-Zietlow-Show blieb bei schwachen 14,4% hängen. Keine Chance hatte erneut auch Sat.1: So erreichten „Die Hit Giganten“ diesmal 10,1% und auch „Kesslers Knigge“ blieb mit 9,2% wieder deutlich unter den Sendernormalwerten.

Zufrieden sein kann hingegen Vox: „Unser Taum vom Haus“ landete um 20.15 Uhr mit 7,4% zwar nur im Mittelmaß, doch „Ab ins Beet! Die Garten-Soap“ sprang mit 8,8% weit darüber. Bei RTL II kletterte „Police Academy 2“ unterdessen auf ebenfalls gute 7,7% und kabel eins überzeugte mit „Ghost Whisperer“ (6,8%) und „Cold Case“ (7,9%). Im öffentlich-rechtlichen Fernsehen darf sich die „Tatort-Wiederholung über die meisten jungen Zuschauer freuen: 0,90 Mio sahen sie und beförderten den Marktanteil des Ersten um 21.45 Uhr auf 9,5%. Die 20-Uhr-„Tagesschau“ kam zuvor auf 8,7%, der 20.15-Uhr-Film „Das Geheimnis meiner Schwester“ aber nur auf 6,1%. Im ZDF erzielte „Der Kriminalist“ solide 7,7%, die „SOKO Leipzig“ unschöne 5,9%.

Bei den kleineren Sendern setzte sich wieder Super RTL an die Spitze: „Die Hexe und der Zauberer“ erreichte um 20.15 Uhr mit 0,57 Mio. 14- bis 49-Jährigen enorm starke 5,7% und damit mehr als das Doppelte der Sendernormalwerte. Das DSF sprang mit dem Testspiel zwischen Red Bull Salzburg und Bayern München immerhin auf 3,0% und damit ebenfalls auf mehr als das Doppelte des Senderdurchschnitts der vergangenen Monate.

Der Freitag im Gesamtpublikum:

Insgesamt siegte ungewöhnlicherweise ein Duo: Der ARD-Film „Das Geheimnis meiner Schwester“, der im jungen Publikum bekanntermaßen enttäuschte und die ZDF-Krimiserie „Der Kriminalist“ kamen beide auf je 4,27 Mio. Zuschauer. Ein geteilter Platz 1. Dahinter folgen mit ebenfalls mehr als 4 Mio. Sehern zwei weitere ARD-Programm: der „Tatort“ mit 4,18 Mio. und die 20-Uhr-„Tagesschau“ mit 4,07 Mio. Die „SOKO Leipzig“ des ZDF blieb mit 3,63 Mio. und 13,2% hingegen im Mittelmaß hängen. Zuschauerstärkstes Programm der Privatsender war „RTL aktuell“ mit 3,86 Mio. Zuschauern.

In der Prime Time lief es für die Privatsender überhaupt nicht gut, am besten schnitt noch „Die ultimative Chart Show“ ab, die mit 2,59 Mio. Fans aber nicht über Platz 17 hinaus kam. Noch dahinter folgen ProSiebens „Final Call“ (2,39 Mio. / Rang 20), „Die 10 beliebtesten Kuppelshows“ (1,95 Mio. / Platz 28) und „Die Hit Giganten“ (1,94 Mio. / Rang 29). Unter den kleineren Sendern lief es für das WDR Fernsehen am besten: Die Talkshow „Kölner Treff“ sahen um 21.45 Uhr 1,19 Mio. Leute – starke 5,0%.

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