ARD: Starker Start für „Geld.Macht.Liebe“

Die Kritiken waren im Vorfeld zwar verhalten, doch dem Publikum hat sie ganz offensichtlich gefallen, die neue ARD-Serie "Geld.Macht.Liebe". Mit 4,83 Mio. Zuschauern und einem tollen Marktanteil von 16,9% musste sich die erste Episode in den Quotencharts nur der 20-Uhr-"Tagesschau" geschlagen geben, die zuvor 5,03 Mio. Leute einschalteten. Im jungen Publikum gab es hingegen nur mittelmäßige 6,3% für die ARD-Serie, hier siegte ProSiebens "Fringe - Grenzfälle des FBI".

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Der Montag bei den 14- bis 49-Jährigen:

Die Serie erzielte mit 2,10 Mio. 14- bis 49-Jährigen einen Marktanteil von 18,5%, den besten Wert seit der ersten Folge Mitte März. Die neuen Folgen von „EUReKA – Die geheime Stadt“ starteten im Anschluss zwar nicht ganz so erfolgreich, doch mit 12,2% blieb die Serie ebenfalls über den ProSieben-Normalwerten. Auch „Reaper – Ein teuflischer Job“ lief mit 11,6% besser als zuletzt. Unter seinen Möglichkeiten blieb RTL in der Prime Time. Zwar war „Einsatz in vier Wänden – Spezial“ mit 1,70 Mio. Werberelevanten Marktführer auf dem 21.15-Uhr-Sendeplatz, doch mit 14,2% blieb die Doku-Soap ebenso klar unter dem RTL-12-Monats-Durchschnitt wie zuvor „Rach – Der Restauranttester“ mit 13,5%. Ähnlich erfolglos war Sat.1: „Die Superlehrer“ blieben um 20.15 Uhr bei 8,5% hängen, „Jugendcoach Oliver Lück“ im Anschluss bei 7,9%.

RTL II kann mit dem Finale von „Big Brother“ hingegen recht zufrieden sein: 1,22 Mio. 14- bis 49-Jährige schalteten immerhin ein – ein Top-Ten-Platz in den Tages-Charts und ein mit 11,8% guter Marktanteil. Im Vergleich zum Finale 2008 waren das aber 1,6 Prozentpunkte weniger, das ganz große TV-Spektakel ist „BB“ einfach nicht mehr. In der zweiten Liga der Privatsender musste sich die Show zudem Vox-Serie „Criminal Intent“ geschlagen geben, die auf 1,29 Mio. junge Zuschauer (10,7%) kam. „CSI: NY“ blieb zuvor bei soliden 9,0% hängen, „Shark“ kam nach 22 Uhr auf 9,7%. Bei kabel eins hieß das zuschauerstärkste Programm „Two and a Half Men“, die Serie holte am Nachmittag mit 0,86 Mio. Werberelevanten erneut unfassbare 19,4%. Die neue Vorabend-Doku-Soap „Job Duell – Die Chance deines Lebens“ erreichte um 17.55 Uhr immerhin ordentliche 6,4%, in der Prime Time gab es für „Tödliche Geschwindigkeit“ ähnliche 6,1%.

Unter den öffentlich-rechtlichen Programmen erkämpfte sich im jungen Publikum der ZDF-Film „Der Tote vom Deich“ die meisten Zuschauer: Mit 1,04 Mio. sprang er auf gute 9,0% und klar an der ARD-Serie „Geld.Macht.Liebe“ (0,74 Mio. / 6,4%) vorbei. Für das ZDF ging es auch danach stark weiter: Das „heute-journal“ erzielte 7,5%, der Film „Wahre Lügen“ um 22.15 Uhr 8,1%. Bei den kleineren Sendern punktete vor allem Super RTL – mit einem 70er-Jahre-Film. 0,43 Mio. 14- bis 49-Jährige hievten „Die tollkühne Hexe in ihrem fliegenden Bett“ auf starke 3,7%. Um 22.50 Uhr gelang dem WDR Fernsehen mit „Auf der Flucht“ sogar der Sprung auf 4,8%.

Unser Hit/Flop-Ranking wird von „Big Brother – Die Entscheidung“ angeführt. Die 11,8% waren das 1,90-fache des RTL-II-12-Monats-Durchschnitts von 6,2%. „Cheaters“ komplettiert den RTL-II-Erfolg, dahinter finden sich die „Tagesschau“ und „Fringe“. Letzter ist die „Focus TV-Reportage“ von Sat.1, auch ARD-Film“ Shoppen“ war leider recht erfolglos:

Der Montag im Gesamtpublikum:

Das öffentlich-rechtliche Fernsehen ließ am Montag den Privaten keine Chance. Hinter den beiden meistgesehenen Programmen „Tagesschau“ und „Geld.Macht.Liebe“ belegen ARD- und ZDF-Sendungen auch die Plätze 3 bis 5 des Tages-Rankings. Im ZDF überzeugte dabei vor allem der Film „Die Tote vom Deich“, der sich mit 4,58 Mio. Sehern nicht weit hinter der ARD-Serie platzierte und gute 16,1% erzielte. Ebenfalls über die 4-Mio.-Marke sprang der „Report München“ (4,04 Mio.), knapp gescheitert ist daran das „heute-journal“ (3,83 Mio.).

Meistgesehene Sendung der Privaten war „RTL aktuell“, das 3,40 Mio. einschalteten. In der Prime Time schob sich „Einsatz in vier Wänden – Spezial“ mit 2,74 Mio. Sehern knapp an der ProSieben-Serie „Fringe“ (2,61 Mio.) vorbei. Unser Hit/Flop-Ranking wird auch im Gesamtpublikum von RTL II angeführt, hier allerdings von „Cheaters“, das das „Big Brother“-Finale knapp schlug. Auf den letzten Plätzen finden sich ausnahsmlos Sat.1-Programme, vor allem für „Jugendcoach Oliver Lück“ lief es mit 4,9% miserabel:

Der Zielgruppenblick:

Unsere Übersicht der Gewinner in elf Zielgruppen zeigt, wo „Geld.Macht.Liebe“ besonders erfolgreich war. Neben dem Sieg im gesamtpublikum holte sich die Serie nämlich Platz 1 bei den Frauen und den Über-6-Jährigen. „Fringe“ gewann neben der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen auch die der 30- bis 39-Jährigen. Die Teenies und Twens schauten lieber „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“, bei den 40- bis 64-Jährigen hatte „Die Tote vom Deich“ die meisten Zuschauer:

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