Macht „Bild“ Schlämmer zum Kanzler?

Am 20. August kommt Hape Kerkelings erster Horst Schlämmer-Film "Isch kandidiere!" in die Kinos. Die Webseite zum Film ist online und auch die Viral-Kampagne ist soeben angelaufen. Dazu ist seit wenigen Stunden auch das entsprechende Twitter-Konto – mit enormen Zuwachsraten – gestartet. Zweiter wichtiger Baustein der Kampagne zum Film ist neben dem Web-Werbefeldzug offenbar eine enge Kooperation mit der "Bild"-Zeitung.

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Kein Star nutzte das Web besser als Hape Kerkeling. Die virale VW-Werbung mit Horst Schlämmer war stilbildent. Die versteckten Webseiten zum ZDF-Film „Ein Mann, ein Fjörd“ war die wohl beste Öffentlich-Rechtliche Netz-Kampagne aller Zeiten. Für seinen neuen Kinofilm „Isch kandidiere!“ geht der Komiker jetzt noch einen Schritt weiter. Neben geplanten Blog, Webseite und viralen Wahlwerbespots hat Hörst Schlämmer seit knapp einem Tag sogar ein eigenes Twitter-Accout. Der letzte Politiker, der das Web ähnlich Konsequent nutze war wahrscheinlich Barack Obama.

Aktuell verbreitet sich das neue Twitter-Konto zur Horst Schlämmer-Partei rasend schnell. So steigerte @hspartei seine Followerzahlen innerhalb von 30 Minuten von 349 auf 414 Nutzer. Die bisherigen vier Postings des neuen Politstars sind allerdings noch arg dünn, wenig lustig und durchaus ausbaufähig. Der erste Tweet sagt nur: „Ja, isch kandidiere!“. Der zweite verweist mit den Satz: “ JA, ich will die HSP unterstützen“ auf ein „Bild“-Interview, dass Norbert Körzdörfer mit Kerkeling führte.

Auch der dritte Eintrag ist noch Werbung in eigener Sache. Mit dem Tweet „GREVENBROICH STATT BERLIN! Horst Schlämmer will Kanzler werden“ bewirbt der zwitschernde Komiker die neue Webseite zum Film, bzw. zu seiner ganz persönlichen Wahlkampagne.

Wie bei jedem ernst zu nehmenden Politiker, soll auch die neue Webseite des Kandidaten aus Grevenbroich vor allem die Wählerschaft mobilisieren. Damit das auch besonders gut gelingt, bietet die Site neben einem mitreißenden Wahlwerbespot, einen Newsletter und die Möglichkeit, die Seite via E-Mail weiterzuempfehlen. Auch ein Blog verspricht die Homepage, doch das wird erst noch kommen.

Als vierten Button zeigt die Webseite eine direkte Verlinkung zur aktuellen „Bild“-Berichterstattung. Es wird wohl nicht der letzt Link zum Boulevard-Portal gewesen sein. Bereits vor Wochen deutete Medien-Kolumnist Kai-Hinrich Renner in Sachen Kerkeling an: „Geplant ist ein ganz großer Aufschlag: Mit einer sehr auflagenstarken Tageszeitung wurde eine Kooperation vereinbart.“
Eine offizielle Bestätigung der „Bild“-Schlämmer-Kooperation steht noch aus.

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