Matthias Alberti verlässt ProSiebenSat.1

Matthias Alberti verlässt den TV-Konzern ProSiebenSat.1 Group Ende des Monats. Er war dort zuletzt als Mit-Geschäftsführer der German Free TV Holding tätig. Dort sind die deutschen Sender der Gruppe, Sat.1, ProSieben, kabel eins und der Nachrichtensender N24, zusammengefasst. Zuvor war er Geschäftsführer von Sat.1. Matthias Alberti soll der Sendergruppe nach seinem Ausscheiden noch eine gewisse Zeit als Berater zur Verfügung stehen.

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Für Alberti gab es in der Geschäftsführung der deutschen Free-TV-Holding nach dem erfolgten Konzernumbau vermutlich einfach zu wenig zu tun. Das operative Geschäft liegt dort in der Verantwortung des zuständigen Konzernvorstands Andreas Bartl. Der findet zum Abschied freundliche Worte für den Kollegen Alberti: „Ich danke meinem langjährigen Weggefährten insbesondere auch für seine hervorragende Aufbauarbeit bei der Restrukturierung der German Free TV.“

Alberti geht kurz nachdem der Umzug von Sat.1 von Berlin nach München-Unterföhring abgeschlossen wurde. Mit der Konzentration von Sat.1, ProSieben und kabel eins am Standort München-Unterföhring sowie einer neuen Struktur in der Vermarktung, will die Sendergruppe aus der Krise kommen. Seit die Finanzinvestoren Permira und KKR die Mehrheit an ProSiebenSat.1 übernommen haben, steckt die TV-Gruppe in ernsten finanziellen Schwierigkeiten.

Dies liegt zum einen daran, dass die neuen Eigentümer ProSiebenSat.1 mit der skandinavischen TV-Kette SBS fusioniert haben. Seither ächzt die Gruppe unter den Schulden, die für diesen Deal aufgenommen wurden. Außerdem war der Vermarktungseinheit SevenOne Media unter alter Leitung ein Vermarktungsmodell missraten, dazu kam der Einbruch bei Werbe-Buchungen aufgrund der Wirtschaftskrise.

Im Zuge der Umbauarbeiten und der Zentralisierung übernahm bereits im Januar der bisherige kabel-eins-Chef Guido Bolten die Sat.1-Geschäftsführung. Alberti rückte auf in die Geschäftsführung der Free-TV-Holding und setzte gemeinsam mit Vorstand Bartl den Konzernumbau um. Nun ist die Arbeit getan und Alberti geht.

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