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Kundrun 2.0: Charity mit Betterplace

Das neue Großprojekt des ehemaligen G+J-Vorstandschef Bernd Kundrun heißt Charity: Der 51-Jährige engagiert sich beim Spendenmarktplatz Betterplace.org, der zum Jahreswechsel von einer gemeinnützigen GmbH in eine gemeinnützige AG (gAG) überführt wird. Mit anderen Gesellschaftern wie Ex-Holtzbrinck-Geschäftsführer Arno Mahlert und Betterplace-Gründer Till Behnke geht er auf die Suche nach „passenden Partnern“. Kundruns Maxime: „Shareholder Value in Form von Sinn, nicht von Geld.“

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Bernd Kundrun ist bereits seit Anfang des Jahres bei dem Berliner Start-up aktiv. Mit einer Millionenspende aus seinem Privatvermögen und seinen zahlreichen Kontakten in der Medienbranche unterstützt Kundrun den Internet-Marktplatz nicht nur mit seinem Geld und seinem Know-how, sondern auch mit seinem Netzwerk. Dabei ist Kundrun offenbar Überzeugungstäter: „Unser gemeinsames Ziel ist die Bürgergesellschaft 2.0.“ Aktionäre der gAG erhalten im Gegensatz zu Gesellschftern einer normalen AG keine Gewinn-Ausschüttung. „Sie erhalten etwas Besseres, nämlich Sinn“, erklärt Kundrun.
Ausschlaggebend für sein Engagement war das große Potential, das der ehemalige Medienmanager in Betterplace sieht. „Nach achtzehnmonatigem Bestehen konnten für 650 Hilfsprojekte aus 90 Ländern im Durchschnitt weit über 1.000 Euro generiert werden – ohne jedes Marketingbudget. Was für eine Hebelwirkung“, sagt Kundrun.
Um das Marketing des Non-Profit-Unternehmens zu verbessern, sind Medienkooperationen geplant. Mit der Hamburger Media School arbeitet man bereits zusammen. Die Studenten entwickeln gerade einen Leitfaden zur besseren Vermarktung.
Die Gesellschafter wollen noch vor der Umfirmierung für mehr Schwung auf der Plattform sorgen. Dafür wurde das Betterplace Lab gegründet, das von der Ethnologin und Buchautorin Joana Breidenbach geleitet wird. Sie ist ebenfalls Gründerin und Gesellschafterin von Betterplace und sorgt für die technologische Weiterentwicklung der Webseite. Zudem wird das Internetverzeichnis spenden.de in die Webseite integriert.
Die Betterplace GmbH setzt moderne Web-Technologien ein, um in der Gesellschaft zu mehr sozialem Engagement anzuregen. Die Internet-Plattform bringt Hilfsbedürftige und solche die Helfen wollen zusammen. Gemeinnützige Projekte, die auf der Suche nach finanzieller Unterstützung sind, haben die Möglichkeit sich mit zahlreichen Multimedia-Tools auf der Webseite vorzustellen. Voraussetzung ist eine detaillierte Auflistung, wieviel Geld wofür benötigt wird. „Facebook-mäßig“, sagt der künftige CEO der Betterplace gAG Till Behnke.
Wer sich sozial engagieren möchte – von der Privatperson bis zum Unternehmen – hat die Möglichkeit, sich entsprechende Projekte auszusuchen und gezielt zu spenden. Betterplace versichert: „Die Spenden gehen zu 100 Prozent an das ausgewählte Projekt.“

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