Geht die Krise langsam zu Ende?

In den USA mehren sich die Zeichen, dass die große Wirtschaftskrise den Tiefpunkt erreicht hat – und dass es 2010 eigentlich langsam wieder bergauf gehen müsste. Obamas Unterstützungspaket scheint Wirkung zu zeigen. Wenn es so kommen sollte, dürfte vor allem auch die Medienbranche zu den Gewinnern zählen. In den letzten Wochen sind die Medien-Aktien schon einmal deutlich gestiegen. "Wall Street Journal" und das Fachblatt "Advertising Age" titeln heute Positives, auch Google CEO Eric Schmidt ist opitmistisch.

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In den USA mehren sich die Zeichen, dass die große Wirtschaftskrise den Tiefpunkt erreicht hat – und dass es 2010 eigentlich langsam wieder bergauf gehen müsste. Obamas Unterstützungspaket scheint Wirkung zu zeigen. Wenn es so kommen sollte, dürfte vor allem auch die Medienbranche zu den Gewinnern zählen. In den letzten Wochen sind die Medien-Aktien schon einmal deutlich gestiegen.
So berichtet das „Wall Street Journal“ heute auf der Titelseite „Car Makers See End to Sales Slide“. Danach ist im Juni zwar der Autoverkauf noch einmal um 860.000 Stück zurückgegangen, aber das sind immerhin die geringsten Monats-Verluste in diesem Jahr. „We believe the industry is moving beyond the bottom“, zitiert das WSJ einen Vice-President von Toyota. Ähnliche Einschätzungen kann man von General Motors und Ford hören.

Auch Google CEO Eric Schmidt ist optimistisch. Vor wenigen Tagen sagte er beim Werbe-Festival in Cannes, „the worst of crisis is over“, wie man bei Reuters nachlesen kann. Schmidt macht das vor allem am Arbeitsmarkt fest. „The rate of jobless claims is decreasing although the absolute number is increasing“.

„Signs of the bottom in the economic downturn“ vermelden auch die großen Medienkonzerne. Wenn man mal von Time-Warner (- 7%) und CBS (-14%) absieht, sind fast alle Aktien 2009 deutlich im Plus. Zu den größten Gewinnern der letzten Monate zählt Viacom (+19%), Sony (+19%) und News Corp (+12%). Der „Hollywood-Reporter“ schreibt „Most experts think there is only upside for media and entertainment biggies“.

In all der Euphorie gibt es inzwischen sogar Stimmen, die an eine Zukunft für die „New York Times“ und für ihren glücklosen Verleger Arthur Sulzberger Jr. glauben.  „We are here to stay continuing to build on the legacy begun in 1896 by Adolph Ochs“, hatte Sulzberger im April verkündet. Das Fachblatt „Advertising Age“ heute: „That doesn’t look so impossible“.

Dabei ist es gar nicht so lange her, da konnte man Reports lesen konnte, die „Gray Lady“ würde wohl kaum den Monat Mai überleben. Dazu NYT-Manager: „The month of May came and went, and contrary to the prediction of one writer, we did not stop printing“.

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