IVW-Heftauflagen: Ein „Focus“ mit Biss

Einen Riesensprung machte in der jetzt bei der IVW gemeldeten Kalenderwoche 22/09 der "Focus". Das Titelthema "Schöne neue Zähne" und der Service zur Implantat-Medizin erzielte im Einzelverkauf ein gewaltiges Plus von 53 Tausend Exemplaren und kam auf 180.678 Hefte. So erfolgreich war der "Focus" zuletzt vor mehr als 40 Heftfolgen im Herbst 2008. Am schlechtesten bei den Top-Magazinen lief es für den "Spiegel", der in jener Woche mit nur 319.136 EV-Exemplaren hinter den "Stern" zurück fiel.

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Back to the Roots – so könnte man das Erfolgsrezept der Münchner bei der Titelwahl für die Woche vom 25. bis 31. Mai auf den Punkt bringen: Ein populäres Medizin-Thema, dazu der bewährte „Fakten, Fakten, Fakten“-Service und die unvermeidliche Empfehlungsliste für spezialisierte Ärzte. Das Konzept, das den „Focus“ groß gemacht hat, trägt immer noch und beschert Helmut Markwort und seinem Team den EV-Verkaufsrekord 2009.
Beim „Spiegel“ machte man in der Pfingstwoche eine eher gegenteilige Erfahrung. Eigentlich fiunktionieren beim Nachrichten-Magazin Nummer eins zeitgeschichtliche Titel generell gut und kurbeln den Verkauf an. Doch was bei Themen rund um das Dritte Reich gilt, ist auf die 68er-Unruhen offenbar nicht übertragbar. Das Cover „Der Tod, die Linke und die Stasi – die Wahrheit über den Schuss, der die Republik veränderte“ klebte an den Regalen der Einzelhändler. Damit rutschte der Gesamtverkauf des Blattes auch unter die psychologisch wichtige Eine-Million-Grenze (993.220).
Der „Stern“ setzte in der etwas nachrichtenarmen Woche auf ein emotionales Thema und packte die Leser bei der eigenen Psyche: „So stärken Sie Ihr Selbstwertgefühl – sechs Prominente erzählen, wie sie zu sich selbst fanden.“ Das steigerte zwar nicht nennenswert die Einzelverkaufsauflage gegenüber der Vorwoche. Doch das Mini-Plus von 1.000 Exemplaren reicht für 323.760 im Einzelverkauf und befördert die Illustrierte in der Kiosk-Wertung auf Rang 1 vor dem „Spiegel“.

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