Stellenabbau bei der „Saarbrücker Zeitung“

Nach einem Bericht des "Hamburger Abendblatt" steht drei Regionaltiteln der Holtzbrinck-Gruppe ein gewaltiger Stellenabbau bevor. Danach plant der Verlag, bei der "Saarbrücker Zeitung" sowie deren Töchtern "Trierischer Volksfreund" und "Lausitzer Rundschau" insgesamt 190 Stellen zu streichen. Allein in Saarbrücken soll es um 90 Arbeitsplätze gehen. Im Saarland sind alle Verlagsbereiche von den Sparmaßnahmen betroffen. In der Lausitz dagegen trifft es offenbar überwiegend die Redaktion.

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Wie es in dem Zeitungsbericht weiter heißt, hat der Geschäftsführer der „Saarbrücker Zeitung“, Joachim Meinhold, einen drastischen Stellenabbau bereits vor einem Monat angekündigt. Dass die Pläne der Verlagsführung allerdings so wenig Aufsehen erregten, liegt nach Meinung von „Abendblatt“-Autor Kai Hinrich Renner an der „an einer Besonderheit des Blattes: Es gehört zu 15 Prozent einer Beteiligungsgesellschaft der Mitarbeiter, deren Geschäftsführer Roland Harig zugleich Vorsitzender des Konzern.“
Die „Saarbrücker Zeitung“ gilt unter den Regionalzeitungen als Renommierblatt, deren Führung sich in den vergangenen Jahren auch stets um Modernisierungen und die Anpassung an die neuen Gegebenheiten des Marktes bemüht hatte. Das Blatt kommt im Gesamtverkauf auf 152.550 Exemplare. Das bedeutet im Jahresvergleich lediglich ein Minus von einem Prozent. Im Verhältnis zum Gesamtverkauf von vor fünf Jahren, haben die Saarländer allerdings zehn Prozent verloren.
Die Fünf-Jahres-Verluste bei der „Lausitzer Rundschau“ sind um einiges höher. Das Blatt aus Cottbus verlor in diesem Zeitraum 22 Prozent. Aktuell hat die „LR“ einen Gesamtverkauf von 99.174 Exemplaren. Die beste Fünf-Jahres-Kurve der drei betroffenen Holtzbrinck-Zeitungen präsentiert der „Trierischer Volksfreund“. Lediglich sieben Prozent büsste das Blatt ein. Im Gesamtverkauf kommt der „Volksfreund“ auf einen Gesamtverkauf von 93.113 Ausgaben.

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