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„Focus“ punktet am Kiosk mit Krisen-Cover

Die aktuellen Magazine werden wirtschaftlich von der Finanzmisere besonders hart gebeutelt: Bis zu einem Drittel sind die Anzeigenumsätze bei den Wochentiteln eingebrochen. Doch den Redaktionen von "Spiegel", "Stern" und "Focus" ist es auch gelungen, aus der Krise Kapital zu schlagen. In der 21. Verkaufswoche gelang das den Münchnern am besten. Der "Focus" erzielte mit dem Cover "Krisen-Gewinner Immobilie: Wer jetzt kaufen sollte und wer nicht" im Einzelverkauf ein Plus von 39,8 Prozent.

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Die aktuellen Magazine werden wirtschaftlich von der Finanzmisere besonders hart gebeutelt: Bis zu einem Drittel sind die Anzeigenumsätze bei den Wochentiteln eingebrochen. Doch den Redaktionen von „Spiegel“, „Stern“ und „Focus“ ist es auch gelungen, aus der Krise Kapital zu schlagen. In der 21. Verkaufswoche gelang das den Münchnern am besten. Der „Focus“ erzielte mit dem Cover „Krisen-Gewinner Immobilie: Wer jetzt kaufen sollte und wer nicht“ im Einzelverkauf ein Plus von 39,8 Prozent.
Mit einer Variation der Alltagsweisheit „Eigener Herd ist Goldes wert“ kam das Markwort-Blatt auf einen Einzelverkauf von 127.056 Exemplaren und einen Gesamtverkauf von 653.793 Heften. Der Immobilientitel war dabei nicht der einzige Auflagen-Erfolg des „Focus“ zum Thema Krise. Unter den vier meistverkauften Ausgaben des Jahres 2009 sind drei Krisen-Titel zu finden, nur ein Diät-Thema („Welcher Ess-Typ sind Sie“) schaffte es in die Top 4. „Nur so schützen Sie sich vor Inflation“ (Heft 19/09, 165.081 allein im Einzelverkauf) war dabei der Bestseller des Jahres, vor Heft Nr. 14/09 („Jetzt Geld absichern“) mit 153.060 Exemplaren im EV.
Mit Blick auf die Konkurrenz wird auch deutlich, wie sich die Rollen im Magazin-Business verteilen. Der „Spiegel“, der in den letzten Monaten immer wieder starke Krisen-Verkäufer lieferte, profilierte sich als Welterklärer („Der Jahrhundert-Fehler“, „Das Prinzip Gier“), während das Team um Helmut Markwort sich als verlässlicher Service-Lieferant erwies. Der „Stern“ schlug zumindest auf dem Cover einen anderen Weg ein und beleuchtete eher die individuellen Auswirkungen des Wirtschafts-Desasters, wie bei „Gefeuert – das Märchen vom Kündigungsschutz“ (Heft 19/09). Insgesamt fand die Krise am Baumwall aber nicht so häufig den Weg auf den Titel; Dauerbrenner wie Rückenschmerzen oder Heidi Klum sind für ein optisches Magazin im Zweifel die sichereren Verkäufer.
Die Auflagen der „Focus“-Rivalen in der jetzt gemeldeten Woche 21/09 (18. bis 24. Mai) waren im Einzelverkauf übrigens unauffällig: Der „Spiegel“ liegt mit 348.293 Exemplaren und dem Hitler-Titel „Die Komplizen“ erneut vor dem „Stern“, der „Die neue Lust auf Deutschland – Im Urlaub das eigene Land entdecken“ titelte und auf 322.454 verkaufte Hefte kam.

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