Handelsblatt: Jeder fünfte Job weg?

Kahlschlag in Düsseldorf: Nach übereinstimmenden Medieninformationen droht bei der Verlagsgruppe Handelsblatt eine Entlassungswelle. Wie viele Mitarbeiter die Sparmaßnahmen betreffen ist allerdings noch unklar. Die Angaben bewegen sich zwischen 140 und 200 gestrichenen Jobs. Der überwiegende Teil der betroffenen Mitarbeiter kommt jedoch nicht aus den Redaktionen („Wirtschaftswoche“, „Handelsblatt“), sondern trifft – laut „Abendblatt“ – die anderen „nach wie vor aufgeblähten Verlagsabteilungen“.

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Entgegen aller vorherigen Dementis soll das Verlagsmanagement, zusammen mit der Unternehmensberatung OC&C sogar überlegt haben, die Redaktionen von „Handelsblatt“ und „Wirtschaftswoche“ zu fusionieren. Seit dem 1. Juni sind diese Überlegungen jedoch laut „Abendblatt“-Medienautor Kai-Hinrich Renner „vom Tisch“.

Seit diesem Tag lenkt Dieter von Holtzbrinck wieder die Geschicke des Düsseldorfer Medienhauses. Der Alt-Verleger übernahm vor drei Wochen die gesamte Verlagsgruppe Handelsblatt von seinem jüngerem Halbruder Stefan von Holtzbrinck.

Die VHB-Belegschaft soll am Mittwoch von dem Aderlass unterrichtet werden. Spannendste Frage wird sein, wie hoch der Jobabbau ausfallen wird. Das „Hamburger Abenbendblatt“ spricht von 140 Job, die gestrichen werden sollen. Kress.de spekuliert dagegen, dass bis zu 200 Mitarbeiter („ein Fünftel der Stellen“) von den Restrukturierungsmaßnahmen betroffen sein könnten. Der Verlag äußerte sich zu diesen Spekulationen bislang nicht.

Der nun drohende Kahlschlag ist nicht die erste Sparrunde der letzten Monate. Bereits im März bestätigten die Düsseldorfer, dass 40 Stellen abgebaut werden sollen. Zuletzt hatte die VHB 2006 einen größeren Stellenabbau vorgenommen, der 130 Arbeitsplätze im kaufmännischen Bereich betraf.

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