Radikal regional: Stuttgarter-Zeitung.de

Die Zeiten, in denen Spiegel Online als Blaupause für jedes neue Online-Angebot einer deutschen Zeitung herhalten musste, scheinen vorbei. Neuestes Beispiel: Stuttgarter-Zeitung.de. Die schwäbische Zeitung hat ihre Webseite optisch und technisch komplett überarbeitet. Das Ergebnis ist ein aufgeräumter und ruhiger Netzauftritt, der stark an die neue Print-Ausgabe angelehnt ist, die ab Morgen am Kiosk liegt. Der Hauptfokus der Site liegt nun klar auf lokalen Themen.

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Damit unterscheiden sich die Schwaben augenscheinlich von den Online-Angeboten anderer Regionalzeitungen wie Abendblatt.de vom „Hamburger Abendblatt“, Rp-online.de von der „Rheinischen Post“ oder Derwesten.de von der „WAZ“. Sie alle setzten auf ihren Web-Startseiten klar auf überregionale Themen.

Anders die neue Stuttgarter-Zeitung.de: „Die Website der Stuttgarter Zeitung will die erste Anlaufstelle für all diejenigen sein, die sich über Stuttgart, die Region und das Land informieren wollen“, heißt es im Editorial zum Relaunch. „Gleich, ob es um die Geschicke des VfB Stuttgart, die Finanzen von Porsche oder ein Konzert auf dem Schlossplatz geht.“

Die neue Online-Heimat ist nur der erste Teil eines großangelegten Relaunches. So folgt am morgigen Samstag folgt Print-Ausgabe der „Stuttgarter Zeitung in einer komplett überarbeiteten Fassung. Für die Umsetzung beider Relaunches war die Berliner Agentur KircherBurkhardt verantwortlich.

„Die Website profitiert nun noch mehr von der journalistischen Kompetenz der „StZ“-Redaktion, zu der seit Mai 2009 auch die Online-Redaktion gehört“, heißt es in dem Editorial. „Und das nicht nur im lokalen und regionalen Bereich: auch auf der Website spielt die Stuttgarter Zeitung ihre Stärken aus – zum Beispiel ihr umfassendes Korrespondentennetz, welches dafür sorgt, dass die User nicht nur die neuesten Nachrichten aus aller Welt erhalten, sondern auch Hintergrundinformationen und kompetente Einschätzungen.“

Die Macher der neuen Seite wollen zwar nicht auf Videos und Fotostrecken verzichten, versprechen jedoch, dass „auch dort nicht die große Politik und das Weltgeschehen im Mittelpunkt steht, sondern vor allem Video- und Fotobeiträge von unseren Reportern und Fotografen aus Stuttgart und Umgebung.“

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