„NZZ“ setzt offenbar auf Paid Content

Massive Werbeeinbrüche zwingen die traditionsreiche "Neue Zürcher Zeitung", zum Umdenken: Albert P. Stäheli, CEO der NZZ-Gruppe, plant, den Abopreis der Zeitung zu erhöhen und Teile des Onlineangebotes kostenpflichtig zu machen. Derzeit stehen im Online-Bereich Ausgaben von 10 Mio. Schweizer Franken (6,6 Mio. Euro) Einnahmen in Höhe von 7 Mio. (4,6 Mio. Euro) gegenüber.

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Stäheli sagte gegenüber der „Handelszeitung“: „Die ‚NZZ‘ leidet bei den Werbeeinnahmen so wie die Branche.“ Weil sie eine starke Marktstellung in der Finanzwirtschaft habe, leide sie allerdings etwas stärker als die Regionalzeitungen. Weiter sagte Stäheli:  „Der Rückgang im Werbemarkt beträgt für die ‚NZZ‘ im Vergleich zum Vorjahr gut 30 Prozent. Dagegen legt sie im Lesermarkt erfreulicherweise leicht zu.“
Nach den Aussagen des neuen CEOs, der seit September 2008 im Amt ist, will die „NZZ“ in Zukunft vor allen bei spezialisierten Angeboten im Netz auf Paid Content setzen: „Es gibt eine interessante Regel im Online-Geschäft: Je weniger Leute an einem bestimmten Inhalt interessiert sind, umso mehr sind sie bereit, dafür zu bezahlen. Damit ist auch klar, dass die allgemeinen News im Internet gratis bleiben werden. Bei Finanzdienstleistungen, spezifischen Wirtschaftsthemen und Kommentaren von exzellenten Autoren ist eine Veränderung aber denkbar.“

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