„Erwachsen auf Probe“ ist „unverantwortlich“

Die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) hält die umstrittene Reality-TV-Serie "Erwachsen auf Probe" für bedenklich. Zwar sei die Ausstrahlung der ersten Doppelfolge aus juristischer Sicht zulässig, da eine Menschenwürdeverletzung nicht gegeben ist. Trotzdem nannte die Kommission die Sendung "ethisch und pädagogisch unverantwortlich".

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Besonders kritisch sehen die Medienwächter die „Anlage und die Produktionsbedingungen des Formats“. In einer Pressemitteilung des KJM heißt es: „Säuglinge werden nach Auffassung des Gremiums für dramaturgische Effekte eingesetzt und die jugendlichen Teilnehmer mit Berufung auf ein oberflächliches und vermeintlich pädagogisches Ziel einem Realitätsschock ausgesetzt. Sie werden von Erziehern und so genannten Experten beobachtet und kontrolliert, erhalten jedoch keine echte und umfassende Hilfe, beispielsweise von Vertrauenspersonen aus ihrem familiären Umfeld. Nach Einschätzung der KJM ist ‚Erwachsen auf Probe‘ weder pädagogisch wertvoll noch pädagogisch begründet.“

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