„Bild.de ist schneller, exklusiver, bewegter“

Achtung Spiegel Online, Bild.de hat fast aufgeholt: Nach der neuesten AGOF-Auswertung trennen das Hamburger Nachrichten-Magazin und das Berliner Boulevard-Portal nur noch 250.000 Leser. Im MEEDIA-Interview verrät Bild.de-Chefredakteur Manfred Hart das Geheimnis des Online-Erfolgs. Auch wirtschaftlich scheint die rote Springer-Seite immer neue Bestmarken zu setzen. "Ich kann nur sagen: Die Kollegen freuen sich über unseren ordentlichen Beitrag zum Ergebnis."

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Gratulation zu diesen klasse AGOF-Zahlen. Wie haben Sie das gemacht?
Danke! Wir haben mit über 5,52 Millionen Unique Usern ein beeindruckendes Wachstum der Reichweite erzielt, weil wir die Nutzer von unserer ganz besonderen Art, aktuelle und exklusive Geschichten zu erzählen, dauerhaft überzeugen. Wer einmal auf Bild.de war, kommt offensichtlich auch gerne wieder.
 
Gibt es eine Einzelmaßnahme, die für einen besonderen Anstieg der Nutzer gesorgt hat?
Nun, ich sehe das eher als Summe vieler Einzelmaßnahmen. Schließlich bespielen wir auf Bild.de täglich zehn Channels plus zwölf Regionalportale. Aber der Erfolg von Bild.de ist vor allem das Ergebnis einer tollen Teamleistung.
 
Wann überholen Sie Spiegel Online?
Tja, dieses Mal war es wirklich knapp. Gerade noch 250.000 Unique User trennen uns. Aber mehr als 1,2 Milliarden Page Impressions, fast 98 Millionen Visits und eine durchschnittliche Verweildauer von mehr als 34 Minuten geben uns Sicherheit, dass wir dieses Ziel vielleicht schon bald erreichen.
 
Was ist Ihr größter Klickbringer? Sport, Erotik oder Nachrichten-Geschichten?
Die meisten Abrufe erzielen wir über die Homepage, aber auch mit Sport, Unterhaltung, Auto und den vielen Videos. Erotik? Ach, Sie meinen den „Bild“-Boy…?
 
Worin liegt die Kernkompetenz von Bild.de?
Unser Erfolgsrezept heißt multimediales Storytelling: Bild.de ist schneller, exklusiver, bewegter.
 
Wie groß ist mittlerweile die Bild.de-Redaktion? Arbeiten sie 24 Stunden am Tag?
Mein Team besteht aus 70 Online-Redakteuren, aber selbstverständlich schreiben auch die meisten Print-Kollegen für Bild.de. Ich kenne keine Redaktion, die so gut verzahnt ist. Bei uns gilt: 24 Stunden, sieben Tage aktuell informieren.
 
Was ist anders an der Online-Arbeit im Vergleich zur Print-„Bild“?
Online können wir noch besser zeigen, was BILD ausmacht: Schneller und exklusiver sein als die anderen Portale! Den Usern täglich einen Informationsvorsprung bieten! Und wir haben das spannendste Video-Angebot. Viele Bewegtbilder kommen übrigens inzwischen auch von den Usern.
 
Gibt es eine Online-First-Strategie in der Bild-Gruppe?
Ja, was News und Aktualität angeht. Wir wägen jedoch bei vielen exklusiven Themen ab. So bringen wir ein Interview mit der Bundeskanzlerin groß im Blatt, auf BILD.de können wir dann mit Bewegtbild und weiteren Hintergründen verlängern. Allerdings: Oft bespielen wir ein aktuelles Thema in allen Facetten online, Print beleuchtet dann die Hintergründe.
 
Gibt es ein journalistisches Vorbild für Bild.de?
Na klar, „Bild“!
 
Wie eng ist die Verzahnung zwischen Online- und Print?
Sehr eng, wir haben die klassische Zweiteilung schon lange überwunden. Online und Print arbeiten in einem Produktionsraum.
 
Trägt sich Bild.de schon selbst oder wird die Webseite von den Print-Kollegen noch subventioniert?
Ich kann nur sagen: Die Kollegen freuen sich über unseren ordentlichen Beitrag zum Ergebnis.
 
Was werden die großen journalistischen Online-Trends in der zweiten Jahreshälfte?
Wir haben da einiges in Planung, Bild.de wird viele Trends setzen. Noch mehr Tools, noch bewegter, noch mehr User-Einbindung.  

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