Syltmob: Jetzt soll der Organisator der spontanen MeinVZ-Party zahlen

Am Wochenende trafen sich auf Sylt rund 5.000 Jugendliche zu einer gemeinsamen Strandparty. Verabredet hatte man sich im Web über MeinVZ. Der Initiator der Beach-Sause, der Arbeitslose Christoph S., soll jetzt für den Schaden aufkommen. So wurde jetzt bekannt, dass ihm allein das Ordnungsamt der Insel 20.000 Euro in Rechnung stellen will. Allein das, ist […]

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Am Wochenende trafen sich auf Sylt rund 5.000 Jugendliche zu einer gemeinsamen Strandparty. Verabredet hatte man sich im Web über MeinVZ. Der Initiator der Beach-Sause, der Arbeitslose Christoph S., soll jetzt für den Schaden aufkommen. So wurde jetzt bekannt, dass ihm allein das Ordnungsamt der Insel 20.000 Euro in Rechnung stellen will.

Allein das, ist ein kaum zu stemmender Betrag für den 26-Jährigen. Zusätzlich fordert die Nord-Ostsee-Bahn (NOB) noch eine „mittleren fünfstelligen Summe“ für die Reinigung ihrer verschmutzten Züge.

Dabei wollte Christoph S. nur auf andere Gedanken kommen. Der junge Mann aus Busdorf bei Schleswig wurde von seiner Freundin verlassen. Deshalb die Idee mit der Party in Westerland. Er gründet also eine MeinVZ-Gruppe und lädt rund 100 Bekannte ein.
Der Aufruf verbreitet sich so schnell durch das Social Network, dass am besagten Feiertag tatsächlich 5000 Jungendliche über die Nobel-Insel herfallen.

Den nächsten Morgen nach der Sause beschreibt Spiegel Online Autor Sebastian Wieschowski: „In den Eingangsbereichen von Schmuckläden hatten sich Urin-Lachen gebildet, Strände waren verschmutzt, Dünen zertrampelt, die Bummelmeile Friedrichstraße in Westerland war sogar Schauplatz für Alkoholexzesse und Schlägereien. 26 Menschen trugen Verletzungen davon, 22 Personen erhielten Platzverweise, 16 wurden festgenommen.“

Mit der schmerzhaft hohen Rechnung will Sylt offenbar möglichst viele Nachahmer abschrecken. Die Inselverwaltung hat seit dem letzten Wochenende einen gehörigen Respekt vor sogenannten Flashmobs – relativ spontan im Web verabredete Partys oder andere Aktionen.

Hamburgs Innensenator Christoph Ahlhaus (CDU) springt Sylt bei diesem Thema gleich bei. Auch er will verhindern das kündigte Flashmob-Partys in der Hansestadt gefeiert werden. „Es ist nicht hinnehmbar, dass Tausende unorganisiert feiern und anschließend die Gemeinschaft den Dreck wegräumen und die Folgen bezahlen muss“, zitiert Spiegel Online der Senator.

>> www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,630998,00.html

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