RTL hält an „Erwachsen auf Probe“ fest

Zwei Folgen liefen bereits. Teil drei folgt heute Abend – trotz aller Kritik. So erklärte RTL gegenüber der dpa, dass man an dem umstrittenen Format festhalten wolle. Gleichzeitig musste der Werbezeitvermarkter IP Deutschland den Rückzug einiger Werbekunden, u.a. Ikea und Obi, aus den "Erwachsen auf Probe"-Werbeblöcken bestätigen. Dem nicht genug, mischte sich nun auch noch Volker Herres ein. In einem SZ-Interview zog der ARD-Programmdirektor über das RTL-Format her.

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„Ich bin im Prinzip tolerant. Aber teilweise vorbestraften Kandidaten mit den ausgeliehenen Kindern anderer Leute spielen zu lassen oder von werdenden Schauspielerinnen sexuelle Handlungen zu verlangen – da wünscht man sich mehr Intoleranz“, sagte Herres gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“, im Bezug auf die RTL-Formate „Erwachsen auf Probe“ und „Mission Hoolywood“. „Die Schamschwelle ist abgesackt“.

Eine Kritik, die mittlerweile offenbar auch einige Markenartikler teilen. Nach Informationen des Verein Familie e.V. sollen mittlerweile zehn Unternehmen ihre Werbekampagnen aus dem Umfeld von „Erwachsen auf Probe“ zurückgezogen haben. Unter anderem handelt es sich dabei um OBI, KarstadtQuelle Versicherungen, den Discounter Lidl und den Süßwarenhersteller Storck.

Die genannten Unternehmen bestätigt IP-Deutschland nicht. Allerdings sagt eine Sprecherin gegenüber der dpa, dass für RTL keine Verluste entstünden, da die Firmen ihre Spots umgebucht hätten.

Der Verein Famile e.V., hatte bereits vor der ersten Folge versucht, die Ausstrahlung der Reality-Soap gerichtlich zu stoppen.

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