iPhone-Fans: „Butterfahrten“ ins Ausland

Der Hype um das neue iPhone 3G S geht weiter. Ein Dämpfer sind dabei die teuren Wechselkonditionen. Immer mehr iPhone-Bestandskunden tauschen sich in den unzähligen Mac-Foren über Möglichkeiten aus, wie sie die verschlechterten Konditionen beim iPhone-Upgrade umgehen können. Zahlreiche Wege führen dabei offenbar in die europäischen Nachbarländer, wo das iPhone ohne Vertragsbindung angeboten wird. Vermeintliche Schnäppchenjäger sollten jedoch genau prüfen, ob sich der Kauf rechnet.

Anzeige

Der Countdown tickt: Weniger als zwei Tage sind es noch, bis das neue iPhone 3G S in der Bundesrepublik die Ladentische erreicht.  Angesichts der große Aufrüstung des iPhones sind die Begehrlichkeiten groß – eine verbesserte Kamera, einer leistungsfähigerer Akku, endlich die Option zur Video-Aufnahme und vor allem den unzähligen neuen Applikationen, die das neue mobile Betriebssystem iPhone OS 3.0 bietet, das schon heute per Download zur Verfügung steht, locken.

Allein: Der Preis ist entsprechend heiß. Wie vorgerechnet, zahlen upgradewillige iPhone 3G-Kunden gleich doppelt: Für die Ablöse des laufenden Vertrags eine Zahlung in Höhe von 25 Euro / Monat und für die Fortsetzung des vom Vorgänger-Modell 3G bekannten und geschätzten mobilen Surfvergnügens von einem Laptop mittels HSDPA-Modem per Multi-SIM, das nun kostenpflichtig wird – und ganz zu Buche schlägt.

Ein iPhone-Besitzer der zweiten Generation, der sein 3G-Gerät zur Markteinführung am 11. Juli im letzten Jahr erstanden hat, müsste damit nur für ein Upgrade zum neuen iPhone 3G S zu alten Nutzung-Konditionen horrende 1150 Euro für die 32-GB-Version im günstigsten Tarif berappen: 249 Euro für den Gerätepreis + 300 Euro Ablöse + 600 für die mobile Datenflate web’n’walk.

Entsprechend groß ist die Aufregung in diversen Mac-Foren.  Auf der Mobilfunk-Community Telefon-Treff.de haben seit der Vorstellung von Apples neuem mobilen Bestseller am 9. Juni hunderte aufgeregte Einträge das Forum geflutet, die sich nur um ein Thema drehen – den günstigeren Import aus dem europäischen Ausland.  „Hallo Leute,

d ie Suche hat leider kein Ergebnis gebracht. Gibt es schon einen genauen Termin für den Start des 3G S in Tschechien?“, fragt etwa ein User.  

Ein anderer merkt an: „Das heißt für diejenigen die es zum Verkaufsstart haben möchten: Italienurlaub :)“ Wieder ein anderer fragt sich: „Hat einer den Termin für Russland schon sichten können?“ So kursieren nun Länder, in denen das iPhone 3G S in diesem Sommer ebenfalls veröffentlicht wird, in den Foren als potenzielles Reiseziel: 
“In Frankreich wäre ich halt in 1,5h und nach Italien brauch ich gute 6h, und ich habe zu den wesentlich höheren Benzinkosten noch die Mautkosten von der Schweiz. Das macht nur Sinn wenn man eh ein paar Tage Urlaub in Italien machen möchte“, lässt ein User die Community an seinen Überlegungen teilhaben.  


Doch macht ein EU-Import überhaupt Sinn? Der Reisefreudigkeit liegt eine Hypothese und einfache Rechnung zu Grunde: Wenn T-Mobile-Kunden den Vertrag zu alten Konditonen – also: mit Multi-SIM – verlängern können, was normalerweise 6 Monate vor Ablauf der Fall ist, rechnet sich, je nach Tarifwahl,  jeder Gerätekauf unter 900 bis 1150 Euro.  Voraussetzung: Die Geräte sind im jeweiligen Land ohne SIM-Lock zu erwerben und können also einfach mit der geltenden SIM-Karte genutzt werden.

Das wäre in Italien der Fall, schreibt etwa das Gadget-Blog „electrobeans„:  „Wie schon das alte iPhone 3G, gibt es ab 19. Juni auch das neue iPhone 3GS ohne Vertrag bei unseren italienischen Freunden zu kaufen. Der Mobilfunkbetreiber TIM bietet das iPhone 3 G S in der 16GB Variante für 619 Euro und in der 32 GB Version für 719 Euro zum Kauf an.“

Es wäre also deutlich billiger und würde noch andere Vorzüge bieten, folgert „electrobeans“: „Netter Nebeneffekt des italienischen Modells, das Gerät ist Simlock- und Netlock-frei. Es lässt sich also ohne Hacks mit anderen Mobilfunkanbietern betreiben! Einfach Karte rein und los geht’s.“

Bleibt am Ende nur die Frage, ob die Telekom den iPhone-Butterfahrten nicht doch einen Riegel vorschieben wird. Auf MEEDIA-Anfrage wollte T-Mobile-Sprecher Alexander von Schmettow auf die Spekulationen nicht eingehen: „Zu Grauimporten äußere ich mich nicht. Kein Kommentar“, so der Kommentar.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige