Guardian beklagt hohen operativen Verlust

Die Guardian Media Group hat einen operativen Verlust im Höhe von 35 Mio. Pfund (rund 41,3 Millionen Euro) für das im März abgelaufene Geschäftsjahr errechnet. Die Einnahmen aus Stellenanzeigen sanken um 40 Prozent, allgemeine Anzeigen um 30 Prozent. Noch schützen aber profitable Beteiligungen die Gruppe. Die Folge: Das Unternehmen wird nun mehr als 130 Jobs abbauen. Der "Guardian" gilt vor allem mit seiner Webstrategie als weltweites Vorbild, Chefredakteur Alan Rusbridger kreierte den Slogan "Online First".

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Der Verlag der Qualitätsblätter „Guardian“, „Observer“ und der ebenfalls führenden Website guardian.co.uk ist allerdings – anders als bei der ebenfalls prestigereichen und kriselnden New York Times – nicht von einem Wandel der Besitzverhältnisse oder gar in seiner Existenz bedroht. Der hinter dem Verlag stehende Scott Trust garantiert, basierend auf einer Stiftung, die finanzielle Unabhängigkeit. Eine Gesamtbilanz wird erst im Juli veröffentlicht, darin wird sich ein 30-Prozent-Anteil am hoch profitablen B2B-Publisher Emap günstig auswirken.
Den laufenden Verlusten will der „Guardian“, wie alle, mit Stellenkürzungen begegnen; beschlossen sind der Abbau von 50 (von 850) Redakteursstellen und 82 (von 840) kaufmännischen Jobs. Gering profitabel sind derzeit offenbar nur die Regionalzeitungen des Konzerns. Über die Situation der Online-Sparte gibt es keine Angaben.  
Die Entwicklung des „Guardian“ wird in der Medienbranche weltweit genau verfolgt; auch, weil der Verlag den digitalen Herausforderungen ebenso offensiv wie innovativ begegnet.

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