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„Frag einen“ – das Mitmach-Portal zur Wahl

Das Superwahljahr 2009 neigt sich seinem Finale entgegen: drei Monate noch, dann ist der Höhepunkt, die Bundestagswahl, erreicht. Nicht nur für Merkel, Steinmeier & Co. bedeutet das, dass die heiße Phase des Wahlkampfs jetzt beginnt. Auch Journalisten und Blogger, Initiativen und Start-ups, die in Wahlkampfzeiten – im Web – punkten wollen, kommen allmählich aus den Startlöchern. Wie etwa das Frage-Antwort-Portal Frag-einen/Politiker, das vor wenigen Tagen gelauncht wurde.

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Hinter dem neuen Portal stecken die beiden Werbefachleute Stephan Elders und Daniel Cwiertnia, die u.a. das Suchportal Ecomars betreiben. Sie haben neben dem Politiker-Forum gleich noch eine ganze Schar anderer Frage-Antwort-Sites gelauncht, alle unter der URL Frag-einen.com zu erreichen. Mit ihren Sites springen Elders und Cwiertnia  auf einen Trend auf: Frage-und-Antwort-Foren sind Klickgaranten. Gutefrage.net und Wer-weiss-was.de erreichen monatlich 35,6, bzw. 26,8 Millionen Page Impressions (IVW 5/09).

Was Frag-einen.com von den anderen Foren unterscheidet, ist unter anderem ein Entlohnungssystem, so Elders gegenüber MEEDIA, mit dem Fragenstellende die Experten bezahlen – mit dem Ziel, die Bereitschaft für eine ausführliche und korrekte Antwort zu erhöhen. „Der Fragesteller definiert ein Gebot für die Beantwortung seiner Frage. Es gilt eine einfache Regel – je attraktiver das Honorar, umso schneller werden sich Experten finden, die die Frage beantworten.“

Dieses Entlohnungssystem wurde allerdings für das Frag-einen/Politiker-Portal außer Kraft gesetzt: Die Fragenden bieten zwar auch hier eine Belohnung an, diese Gelder werden jedoch in einem Spendentopf gesammelt, der nach der Bundestagswahl den „Betriebsräten von Opel Deutschland zur Verfügung gestellt werden soll, um Mitarbeiter, die aufgrund der Wirtschaftkrise Ihre Stellung verlieren, zu unterstützen.“

Alles schön und gut, aber wer sagt dem User, dass der Experte, der auf Frag-einen.com antwortet, tatsächlich ein Experte ist? Und der Politiker ein Politiker? Elders und sein Geschäftspartner Cwiertnia haben vorgesorgt: „Bevor jemand als Experte auf die Menschheit losgelassen wird, werden seine Angaben natürlich gecheckt.“ Anhand fachlicher Zertifizierungen wie Meisterprüfungsnachweis, Diplom- oder Promotions-Unterlagen soll sichergestellt werden, dass die Fragestellenden qualifizierte Antworten erhalten. Bevor nicht klar ist, dass jemand ein Experte ist, wird er nicht für Frag-einen.com freigeschaltet.

Mit Abgeordnetenwatch besteht derzeit ein sehr erfolgreiches Frage-Antwort-Portal für die Politik. Elders sieht jedoch Unterschiede zum Konkurrenten. So will man etwa, anders als bei Abgeordnetenwatch, durchaus bei den Politikern nachhaken: „Eine Ecomars-Mitarbeiterin ist für die kommenden Monate von ihren anderen Arbeiten entbunden und wird sich ausschließlich darum Kümmern, bei den Politikern nachzufassen.“ Ein bisschen Druck muss eben sein, um so ein Start-up ins Rollen zu bringen.

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