AP-Kaufgerüchte: ddp erhöht Druck auf dpa

Der Deutsche Depeschendienst (ddp) verhandelt mit der amerikanischen Agentur Associated Press (AP). Ziel der Gespräche: ddp will die AP-Deutschland-Tochter übernehmen. Das berichtet Abendblatt.de. Offiziell dementiert der Depeschendienst allerdings die Verhandlungen. Der Berliner dpa-Konkurrent soll seit 2005 immer wieder versucht haben, beim deutschen AP-Ableger einzusteigen. Jetzt scheinen die dafür nötigen Mittel vorhanden zu sein.

Anzeige

Am 19. Mai erst kündigte ddp-Vorstand Martin Vorderwülbecke an, mehrere Millionen Euro in das Kerngeschäft investieren zu wollen. Der Kauf eines Konkurrenten wäre ein logischer Schritt, um die eigene Marktposition zu stärken, das Wachstum zu beschleunigen und so wieder ein Stück näher an die einst schier übermächtige Deutsche Presse-Agentur (dpa) zu kommen.

Die Hamburger Agentur ist jedoch noch immer klarer Marktführer in Deutschland. Sie beliefert – laut Abendblatt.de – rund 95,7 Prozent aller deutschen publizistischen Angebote. 47,1 Prozent haben zusätzlich noch einen Vertrag mit AP Deutschland. Der Depeschendienst kommt auf einen Abdeckung von 30,4 Prozent der deutschen Medien.

Seit längerer Zeit steigt der Druck, den der Deutschen Depeschendienst auf den Marktführer dpa ausübt. Der Wachstumsdrang der Berliner steigerte sich Anfang des Jahres noch mehr, nachdem die Agentur den Besitzer wechselte.
Die beiden ehemaligen dda-Vorstände Vorderwülbecke  und Peter Löw kauften die Agentur und kündigten bereits im Januar weitere Investitionen an. Der Kauf der Deutschen AP-Tochter könnte die passende Bestätigung sein.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige