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Happy Birthday: Buchversender Libri.de wird zehn

Libri.de-Chef Per Dalheimer über die Zukunft des Buchmarktes, den Siegeszug der eReader und die ersten zehn Online-Jahre von Libri.de. Libri wird im Sommer zehn Jahre alt. Was unterscheidet Libri.de heute von Libri.de 1999?Angefangen haben wir als Internetplattform für 100 Buchhändler mit einem Sortiment von 350.000 gedruckten Büchern. Heute betreiben wir über 1.000 Shops auf unterschiedlichen […]

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Libri.de-Chef Per Dalheimer über die Zukunft des Buchmarktes, den Siegeszug der eReader und die ersten zehn Online-Jahre von Libri.de.

Libri wird im Sommer zehn Jahre alt. Was unterscheidet Libri.de heute von Libri.de 1999?
Angefangen haben wir als Internetplattform für 100 Buchhändler mit einem Sortiment von 350.000 gedruckten Büchern. Heute betreiben wir über 1.000 Shops auf unterschiedlichen Domains mit einem jeweiligen Sortiment von knapp drei  Millionen Titeln und das in unterschiedlichen Formaten.

Neben Ihrer Kernmarke betreiben Sie zusätzlich noch über 1.000 Partner-Shops. Wer sind diese Partner und wie haben die sich entwickelt?
Die größte Zahl unserer Partner sind stationäre Buchhändler in deren Namen wir das Internetgeschäft betreiben.  In den letzten Jahren hinzugekommen sind Partner aus anderen Marktsegmenten wie Versender, Zeitungs-, Zeitschriften-  und Buchverlage für die wir das Mediengeschäft pflegen.  So betreiben wir die Medienshops unter anderem für den Spiegel Verlag, für die FAZ, für Otto.de und für Merian.de.

Haben sich die Kunden in den vergangenen zehn Jahren verändert?
Ja und nein: Am Anfang waren unsere Kunden literaturaffine Leser, die insbesondere die redaktionelle Kompetenz von Libri.de schätzten. Diese Kundengruppe  mit überdurchschnittlich vielen Frauen ist noch heute bei uns aktiv. Hinzugekommen sind die „Servicekunden“, die flexible und schnelle Lieferung entweder per Postversand oder zur Abholung in einer Buchhandlung vor Ort nutzen und seit 2005 die meist männlichen Kunden, die sich für digitale Bücher interessieren. Grob gesagt sind heute alle Kundentypen vertreten, die uns regelmäßig Feedback für weitere Verbesserungen und Ideen geben.

Wie hat sich das Angebot heute im Vergleich zu damals verändert?
Ich fasse unsere Besonderheiten gern mit den Worten zusammen: Libri.de hat Format!  Als wir anfingen haben wir unseren Kunden Bücher in gedruckter Form angeboten. Dann kamen schnell die ersten Hörbücher auf CD dazu. 2004 kamen die ersten internationalen Titel, 2005 wurde das Sortiment um Film- und Tonträger ausgeweitet, im gleichen  Jahr haben wir die eBooks angeboten und danach Kunden Hörbücher zum Download bereitgestellt.  Seit 2007 führt Libri.de auch gebrauchte Bücher im Sortiment. So finden Kunden heute unter www.libri.de knapp drei Millionen Titel in 89 unterschiedlichen Sprachen von Afrikaans bis Yoruba  und sogar in plattdeutsch als physische Artikel oder zum Download.     

Tötet das Internet das Buch? Oder anders gefragt: Wie verändert sich das Leseverhalten?
Zum Leseverhalten ist zu sagen, dass in Zukunft mehr Gelegenheiten zum Lesen entstehen werden:  Stellen Sie sich folgenden Tagesablauf vor:  Sie fahren morgens zur Arbeit, legen eine Hörbuch CD ein und werden durch die tolle Interpretation vom Glück von Eckart v. Hirschhausen munter.  Mittags nehmen Sie die Bahn und lesen den gerade tagesaktuell erschienenen Bestseller von Malcolm Gladwell „Überflieger“, den Sie sich über Libri.de als Download heruntergeladen haben. Und abends tauchen Sie zuhause  mit einem gedruckten Buch in die Krimiwelt von Stieg Larsson ein. Das meine ich mit „mehr Gelegenheit“, einfach die Zwischendurch-Zeit für Bücher nutzen.

Wie  wird sich der Buchmarkt, bzw. der Markt für eBooks entwickeln?
Sehr positiv. Ich glaube an eine Ausweitung des Buchmarktes durch mehr neue Bücher von Verlagen und von Jedermann-Autoren, eine zunehmende  Globalisierung von Titeln und eine parallele Nutzung von physischen und digitalen Büchern, letztere, die den Markt für Bücher größer machen werden, weil neue Kundengruppen für Bücher gewonnen werden. In fünf Jahren werden vielleicht fünf Prozent der Bücher digital verkauft werden und zunehmende Bedeutung im Alltag gewinnen.

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