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Die „FAZ“ präsentiert sich krisenfest

Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ hat ordentliche Zahlen für das Jahr 2008 veröffentlicht. Demnach hat die FAZ GmbH einen Überschuss von 20,6 Mio. Euro erwirtschaftet, der gesamte Konzern, zu dem u.a. noch eine Druckerei und die „Märkische Allgemeine“ gehören, erwirtschaftete einen Überschuss von 23,5 Mio. Euro. Die Umsätze der FAZ GmbH sind um knapp fünf Prozent auf 307,9 Mio. Euro gesunken. Das Krisen-Rezept von Geschäftsführer Tobias Trevisan: weiter sparen und moderater Online-Ausbau.

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Statt auf Reichweitenzuwachs um jeden Preis, will Trevisan künftig lieber neue Online-Themenportal nach dem Vorbild von faz.finance.net starten. Die Online-Werbe-Umsätze bei FAZ.net seien 2008 leicht gestiegen. Besser verdient haben die Frankfurter mit der Vermarktung ihres Archivs, also dem Verkauf von Inhalten an kommerzielle Datenbanken und elektronische Pressespiegel. Auch eine Art Paid Content.

Erfreulich hat sich die Auflage entwickelt. Die „FAZ“ konnte im Jahresschnitt um rund 5.000 Exemplare auf 370.000 Exemplare zulegen, die Sonntagszeitung gar um 19.000 auf 340.000 Exemplare. In diesen Zahlen dürfte freilich auch einiges an subventionierten Sonderverkäufen stecken. Aber nicht zuletzt dank Preiserhöhungen konnte die FAZ GmbH ihre Vertriebserlöse um 5,1 Prozent steigern. Die Anzeigenumsätze sind dafür um 11,2 Prozent weggebrochen. Im laufenden Jahr dürfte sich die Lage in dieser Hinsicht eher verschlimmern.

Sorgen muss man sich um die „FAZ“ aber nicht machen. Die Zeitung ist vergleichsweise gut gerüstet für finanziell stürmische Zeiten. Die „FAZ“ gehört einer Stiftungs-Konstruktion und das Unternehmen ist schuldenfrei. Nicht das schlechteste, was man heute über eine Tageszeitung sagen kann. Vom desaströsen finanziellen Zustand großer US-Blätter, wie der „New York Times“, ist die „FAZ“ mehr als meilenweit entfernt.

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