Steve Jobs‘ Comeback: Warten auf den iGod

Die Erwartungen könnten größer kaum sein: Seit Monaten fiebert die große Apple-Fangemeide dem 8. Juni entgegen, jenem Auftakttag der Entwicklermesse WWDC, an dem so viel passieren könnte – die mutmaßliche Präsentation eines neues iPhones, vielleicht aber sogar die Rückkehr von Apple-Gründer Steve Jobs. So spektakulär sich die Apple-Aktie auch unter Interims-CEO Tim Cook geschlagen hat – Wohl und Wehe des Kultunternehmens aus Cupertino hängen weiter zum Großteil von ihrem mythisch verehrten CEO ab.

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Die Erwartungen könnten größer kaum sein: Seit Monaten fiebert die große Apple-Fangemeide dem 8. Juni entgegen, jenem Auftakttag der Entwicklermesse WWDC, an dem so viel passieren könnte – die mutmaßliche Präsentation eines neues iPhones, vielleicht aber sogar die Rückkehr von Apple-Gründer Steve Jobs. So spektakulär sich die Apple-Aktie auch unter Interims-CEO Tim Cook geschlagen hat – Wohl und Wehe des Kultunternehmens aus Cupertino hängen weiter zum Großteil von ihrem mythisch verehrten CEO ab.

Es war nur eine persönliche Einschätzung, doch die kam vom niemand anderem als einem früheren Wegbegleiter: „Steve hört sich nicht krank an“, erklärte  der einstige Apple-Mitbegründer Steve Wozniak vor knapp zwei Wochen am Rande der Technologiemesse „All Things Digital“. Vielmehr klinge der visionäre Apple-CEO „gesund und energiegeladen“.

Was für eine positive Wendung, nachdem die Technologiebranche und vor allem die Börse Ende vergangenen Jahres noch über ein mögliches permanentes Ausscheiden von Steve Jobs bei Apple spekuliert und die Aktie immer wieder unter Druck gesetzt hatte. Anfang Januar kam schließlich die traurige Bestätigung – Jobs gab bekannt, bis Ende Juni aus dem Tagesgeschäft auszuscheiden, um sich von seiner Stoffwechselstörung zu erholen, die als Folge seiner früheren Bauchspeicheldrüsenoperation zu massivem Gewichtsverlust geführt hatte.       
Börse ignoriert Jobs‘ Abwesenheit: 70 Prozent Plus unter Tim Cook

Jobs selbst hatte sich ein Jahr zuvor in einem raren Interview mit dem „Fortune“-Magazine zu einem möglichen Tag X ohne ihn wie folgt geäußert: „Es gibt da einige Leute, die behaupten: ‚Oh mein Gott, Apple wäre schlecht dran, wenn ich vom Bus überfahren werde’“, erklärte der 54-Jährige dem US-Wirtschaftsmagazin. „Wissen Sie: Es wäre vermutlich keine Party, aber es gibt wirklich fähige Leute bei Apple“.

Das beweist die Bilanz des letzten halben Jahres in der Tat: Interims-CEO Tim Cook wird allgemein bescheinigt, einen guten Job gemacht zu haben. Die Bilanz für das abgelaufene erste Quartal, das bei Apple traditionell bereits das zweite des Geschäftsjahres ist, fiel wie so oft in der Vergangenheit besser aus als erwartet. Auch gegenüber Analysten präsentierte der 48-Jährige souverän. Sogar die zuvor so skeptische Börse vergaß schnell ihre Zurückhaltung und schickte die Apple-Aktie seit der Ankündigung von Jobs‘ Auszeit bis Freitag um erstaunliche 70 Prozent in die Höhe.

Präsentiert Jobs das neue iPhone selbst?

Geht es also auch ohne den mythisch verklärten iGod, wie es zuletzt die Märkte suggerieren? Eher nicht – denn der Blick auf die Entwicklung der Apple-Aktie in den vergangenen Monaten gerät viel zu kurz. In allererster Linie war der Abschlag einer möglichen Jobs-Auszeit zum Zeitpunkt der Verkündigung bereits eingepreist, zum anderen reflektiert der Kursanstieg vor allem die generelle Erholung an den Aktienmärkten, an denen vor allem Technologieaktien in die Höhe geschossen waren.

„Das Filtern und Formen neuer Produkte für dieses Jahr hat Jobs vermutlich hinter sich“, glaubt etwa Oppenheimer-Analyst Yair Reiner. „Ab 2010 würde seine Abwesenheit jedoch offenbar“, erklärt Reiner, um zu folgern, was viele Anleger und Apple-Anhänger sicher teilen: „Apple ist mit Steve Jobs an der Spitze immer besser dran als mit jedem anderen“.

Entsprechend gebannt blickt die Technologiewelt heute nach San Francisco zum Start von Apples weltweiter Entwicklerkonferenz WWDC, bei der offiziell nur das neue mobile und das reguläre Betriebssystem iPhone OS 3.0 bzw. Mac OS 10.6 vorgestellt werden soll. Doch längst brodelt die Gerüchteküche über: Auch über die Präsentation eines neuen iPhones wird schon länger spekuliert.

Das Idealszenario für Apple-Aficianados ist dann auch nicht schwer auszurechnen: Die Vorstellung der dritten iPhone-Generation, die Gerüchte zufolge iPhone 3GS heißen könnte, präsentiert in einem Überraschungsauftritt von Steve Jobs selbst.

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