RTL: Thoma und die blutigen Steaks

Der frühere RTL-Chef Helmut Thoma springt seinem alten Arbeitgeber im Streit um das umstrittene Format "Erwachsen auf Probe" zur Seite: Kalkulierte Tabubrüche gehören nach der Argumentation des Skandal-Pioniers nicht nur zum Geschäft, sondern sind auch gesellschaftlich wichtig.

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In einem Thoma-typisch flotten Interview mit dem „Tagesspiegel“ zieht der Österreicher nicht nur eine Linie von seinen einstigen „Tutti Frutti“-Heldentaten zu neueren Tabubrüchen des Senders, sondern denkt auch in die Zukunft. Angesprochen auf eine denkbare Show über demente Alte, sagt Thoma: „Wir haben in der Altenpflege riesige Defizite. Wenn es durch eine gute Sendung möglich wäre, darauf hinzuweisen – und sei es in einer Unterhaltungssendung –, würde ich sagen: großartig.“
Die womöglich wichtigere Funktion umstrittener Sendung umschreibt Thoma so: Die Tabubrüche hätten „immer riesige Kampagnen ausgelöst. Das ist so, wie wenn man ein blutiges Steak in einen Hundezwinger wirft.“

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