ARD & ZDF wollen Filme länger online stellen

Bislang dürfen die öffentlich-rechtlichen Sender in ihren Mediantheken ihre TV-Inhalte lediglich für sieben Tage ins Netz stellen. Das soll sich nach Informationen von Carta.info nun ändern. Aus den am heutigen Dienstag vorgelegten Telemedien-Konzepte des SR, ZDF und Phoenix soll hervorgehen, dass die Sender nun fordern, Filme, Serien und Dokumentationen monatelang online zeigen zu dürfen.

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Laut Carta.info haben die TV-Anstalten beantragt, selbst produzierte Fernseh- und Spielfilme bis zu drei Monate, Serien und Mehrteiler bis zu sechs Monate, Magazine, Dokumentationen, Reportagen, Talk- und Comedy-Sendungen bis zu zwölf Monate und Bildungssendungen bis zu 60 Monate ins Netz stellen zu dürfen.

Bereits vor einer Woche hatte Hermann Eicher, Justiziar des SWR, betont, dass aus Sicht der Rundfunkanstalten die Sieben-Tage-Frist im Staatsvertrag lediglich eine Option sei und keinesfalls als Regelfall gelten könne.

Carta-Autor Robin Meyer-Lucht analysiert: „Mit Veröffentlichung dieser Forderungen ist nun abzusehen: Es wird keine Drei-Stufen-Tests geben, sondern Drei-Stufen-Krieg. Der angekündigte Rollenkonflikt zwischen öffentlich-rechtlicher und privatwirtschaftlicher Seite wird voll ausbrechen“. Weiter schreibt er. „Der Politik ist es mit dem 12. Rundfunkstaatsvertrag augenscheinlich nicht gelungen, einen allgemein akzeptieren Funktionsauftrag der Öffentlich-Rechtlichen zu definieren.“

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