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Die besten Recherche-Tools für Journalisten

Redaktionen haben Zugang zu Nachrichtenagenturen. Den kann sich aber kein Journalist leisten. Das ist aber kein Grund, nicht doch jederzeit schnell und aktuell informiert zu sein. Es gibt jede Menge kostenlose Dienste, die für Sie das News-Geschehen sortieren, die Blogosphäre durchforsten und Ihnen Audio- und Videobeiträge automatisch auf den Rechner schicken. Mit den folgenden Tools und Tipps verpassen Sie ab sofort nichts mehr.

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DNND
Die Website mit dem kryptischen Titel hat den ersten Platz in dieser Aufzählung verdient, weil sie so simpel wie genial ist. Kurz erklärt: DNND listet die ersten drei Artikel der wichtigsten Nachrichtenportale. So können Sie sich schnell einen Überblick über das deutsche und internationale Nachrichtengeschehen machen, ohne dabei von Website zu Website zu springen. Die Reihenfolge lässt sich nach Belieben sortieren.

Moreover
Im deutschen Netz noch weitgehend unbekannt, ist Moreover gerade mit Fokus auf das internationale Weltgeschehen einen Blick wert. Der Dienst sammelt Nachrichten und bietet sie per RSS-Feeds zu einer großen Zahl von Kategorien an. Private User zahlen nichts, können aber die Auswahl nicht frei definieren. Wer aber zu einem bestimmten Thema stetig informiert bleiben will, ist damit gut bedient.

Die Macht von RSS
Jeder kennt RSS (Really Simple Syndication), doch wirklich sinnvoll nutzt kaum jemand die Technik. Beinahe jede Webseite bietet mittlerweile eigene RSS-Feeds an, zu erkennen am roten bzw. blauen RSS-Symbol in der Browserzeile. Bei den meisten Nachrichtenportalen lassen sich neben den Top-Meldungen auch einzelne Ressorts und sogar Autoren abonnieren. Die so genannten Feeds können Sie praktischerweise in ein RSS-Tool importieren oder einen Feed-Reader auf Browserbasis nutzen. Einige Websites verfügen immer noch nicht über RSS-Feeds. Mit dem Firefox-Addon Dapperfox können Sie allerdings eigene Feeds für Seiten erstellen und diese mit einer Community teilen. Nach einer kurzen Anmeldung und einigen simplen Arbeitsschritten erhält man eine URL, die man in einen Feed Reader kopieren kann. Die Referenz ist der Google Reader.

Nach einem Klick auf das RSS-Symbol in der Browserzeile können Sie den Link einfach in den Google-Reader importieren. Das Tool scannt dann die importierten Seiten und markiert neue Beiträge entsprechend als ungelesen. Praktisch: Der Google Reader lässt sich auch mit vielen mobilen Endgeräten abrufen. Sowohl für den Blackberry als auch für das Iphone (GRis). Alle anderen Smartphones können den Google Reader über m.google.com/reader abrufen.

Netvibes: Nachrichten-Universen
Wer sämtliche Inhalte einer Seite geordnet nach Ressorts oder Themen durchstöbern möchte, ohne sie manuell zu durchsuchen, sollte einmal Netvibes ausprobieren. Der User kann hier selbst gestaltete Module wie z. B. RSS-Feeds, E-Mail-Nachrichten, Podcasts, Bookmarks von del.icio.us, Flickr-Fotos und andere dynamische Inhalte auf einer Seite zusammenfassen und per Drag & Drop in Spalten und Tabs ordnen. Viele Nachrichtenportale bieten schon so genannte Netvibes-Universen an. Eine Liste dieser Universen finden Sie hier. Wenn Sie beipielsweise Netvibes als Startseite definieren, können Sie so mehrere Netvibes-Universen (beispielsweise von Spiegel Online und stern.de) als Tabs speichern und gleichzeitig ihre Mails checken.

Widgets: Kleine Helferlein
Immer mehr Portale bieten ihre Dienste auch in Form von Widgets an. Das sind zumeist kleine Boxen, die die neuesten Meldungen, Videos und Bilder gesammelt darstellen. Solche Widgets können Sie nach Belieben auch auf Ihrer eigenen Homepage oder dem eigenen Blog hinzufügen. Ein Sammlung von Nachrichten-Widgets finden Sie hier.

Zum Mitnehmen: Mobile Nachrichtendienste
Der mobile News-Markt scheint, trotz des Erfolgs von Iphone und Blackberry, noch weitgehend Neuland für deutsche Nachrichtenportale zu sein. In Apples Appstore finden sich bisher nur Applikationen von stern.de und Focus Online für das Iphone. Spiegel Online lässt sich nach wie vor nur über m.spiegel.de oder etwas unübersichtlicher als Standard-Variante über den integrierten Safari-Browser abrufen.

Mehr als Mulitmedia: Podcasts
Itunes kann nicht nur Musik abspielen, sondern auch problemlos Video- und Audiopodcasts abonnieren und verwalten. Viele Nachrichtenportale bieten ihre Clips schon als Podcasts an. Andere liefern damit einen immensen Fundus an Content, den man ansonsten gar nicht konsumieren könnte, so wie die Deutsche Welle. Neben zahlreichen RSS-Feeds kann der User hier aus rund 200 Podcasts auswählen.

Rivva: Licht im Blogdschungel
Wenn Sie sich für das Geschehen in der internationale Blogosphäre interessieren, sollten Sie einen Blick auf BOBs Blogopedia, das redaktionell betreute internationale Weblogverzeichnis von Deutsche Welle, werfen. Es bietet eine umfangreiche Suchfunktion nach kombinierbaren Kriterien wie Land, Sprache oder Typ des Blogs. Wenn Sie wissen wollen, worüber gerade in Blogs diskutiert wird, empfiehlt sich ein Besuch bei Rivva. Das Projekt versucht, einen gewichteten Schlagzeilenüberblick über die deutschsprachige Blog- und Online-Medienlandschaft zu liefern. Der Memetracker hat allerdings das Problem, dass er technisch nicht mehr weiterentwickelt wird. Die Folge: Langsam aber sicher wird Rivva immer schlechter funktionieren.

Nie etwas verpassen: Google Alerts
Um einen Thema ständig gut informiert zu sein, ohne dabei jeden Tag aufs Neue die Google-Datenbank zu durchforsten, können Sie Ihre Suchparameter einmalig bei Google Alerts speichern. Google schickt Ihnen daraufhin in entsprechenden Intervallen die neuesten Nachrichten, die zu Ihrer Suchanfrage passen, per Mail.

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