Relaunch TVdigital.de: Länger und breiter

Der Internetauftritt des erfolgreichen Fernseh-Programmies "TV Digital" hat ein Facelift bekommen: Seit Montag kommt TVdigital.de runderneuert – und großzügiger daher: Vor allem langformatige Aufmacher fallen sofort ins Auge. Inhaltlich wurde das Bewegtbild-Angebot deutlich aufgestockt und Community-Elemente integriert. Redaktionell kam der Bereich "Magazin" hinzu, in dem der Leser Artikel, Interviews und Fotostorys findet, die jedoch mitunter an der Aktualität scheitern.

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Es ist die Qual der Wahl: Das Informationsangebot über das TV-Programm ist inzwischen fast so groß wie die Auswahl an Fernseh-Kanälen selbst. Immer erfolgreicher positioniert hat sich der inzwischen fünf Jahre alte Springer-Programmie „TV Digital“, der 2004 nicht allzu viel Vorschusslorbeeren ins Rennen geschickt wurde.

Doch „TV Digital“ verkaufte sich nach und nach immer besser. Im ersten Quartal 2008 knackte das Magazin erstmals die 2-Millionen-Grenze. Auch wenn sich der Gesamtverkauf ein Jahr später im Zuge der großen Medienkrise wieder leicht rückläufig entwickelt hat,  ist der vom früheren Milchstraßen-Chefredakteur Christian Hellmann geführten 14-tägigen Programmzeitschrift  doch das Kunststück gelungen, die Platzhirsche „TV Spielfilm“ und „TV Movie“ auflagenmäßig zu überrunden.

Relaunch: Die Welt des digitalen Fernsehens ins Internet bringen

So groß der Erfolg im Print-Segment ist, so  blass blieb bislang doch der Webauftritt, der sich von den Marktführern TV-Spielfilm.de und TVMovie.de nie wirklich absetzen konnte – bis heute hält Springer die Reichweite unter Verschluss. Entsprechend überrascht es nicht, dass Online-Redaktion nun einen Neuanfang wagt. 

Und den kommentiert „TV Digital“ Verlagsleiter Stephan Zech so: „Mit dem neuen Auftritt stärken wir weiter unsere Marke: ‚TV Digital‘ steht wie kein anderer Name für die Welt des digitalen Fernsehens – und das mit dem neuen Internetauftritt jetzt auch online“.

Peinlich: Redaktioneller „Magazin“-Teil macht Meister-Tipp auf – fünf Tage nach dem Bundesliga-Ende

In der Praxis sieht der von der Agentur DeepBlue entwickelte Relaunch dann so aus: Neben den Standards der TV-Übersicht und -Highlights auf einen Blick bekommt der User den zusätzlichen Service, das TV-Programm je nach Plattform angezeigt zu bekommen (Kabel, T-Home, Unity, usw) – ein persönlicher TV-Guide wie bei TVspielfilm.de fehlt jedoch.  

Auf der Homepage reißt ein opulenter Aufmacher, der wohl an das 16:9-HD-Format erinnern soll,  die lesenwertesten Geschichten der Seite an. Heute sind dies etwa:  Ein „Online-Exlusiv“-Interview  „Tagesthemen“-Sprecher Tom Buhrow, ein Interview mit Till Schweiger („Bei den Sexszenen wollte ich nicht mit den Kandidatinnen tauschen“) und ein Hintergrundbericht über Schweigers neue Castingshow „Mission Hollywood“.       

Desweiteren finden User News zu verschiedenen Ressorts wie „TV-Sender“, „Internet-TV“, „Kino“, „Game“ oder „DVD“. Wirklich tagesaktuell ist gepflegt das redaktionelle Angebot jedoch nicht: „Wolfsburg wird deutscher Meister“ darf Premiere-Moderator Marcel Reif im Magazin-Ressort heute noch zu tippen – fünf Tage nach der Meisterschaft und 12 Tage nach der Erstveröffentlichung. Am eigenen Magazin-Anspruch bleibt der Web-Auftritt („Wir sind die Zukunft“) damit weiterhin deutlich zurück.

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