Anzeige

Burda Media gründet Think-Tank I-Lab

Hubert Burda zeigt sich trotz Krise und möglicher Entlassungen innovationsbereit und gründet einen eigenen Web-Think Tank. Das neue Projekt hört auf den Namen Media Innovation Lab (I-Lab) und soll zum zentralen Kompetenzzentrum für die Entwicklung und Optimierung der internetbasierten Verlags-Medienangebote werden. Das I-Lab ist direkt Verlagsvorstand Philipp Welte unterstellt. Erste Erfahrungen mit solch einem Konzept sammelte der Verlag bereits mit dem Web-Lab von "Chip".

Anzeige

„In der digitalen Welt tritt technologische Kompetenz als wesentlicher Erfolgsfaktor von Medien unmittelbar neben die journalistischer Kreativität“, kommentiert Welte. „Deshalb bündeln wir diese Kompetenzen und die Kapazitäten in einem zentralen Bereich, der die Verlage gezielt in ihren digitalen Offensivstrategien unterstützt“.

In der neuen Konzern-Tochter sollen alle Kapazitäten für Konzeption digitaler Medien, für Technologie, Design und Development konzentriert werden. Heißt: Das I-Lab übernimmt die Koordination über alle digitalen Medienangebote des Verlages. „Als Enabler entwickelt es eigene digitale Geschäftsmodelle, optimiert in erster Line aber die Performance und damit die Vermarktbarkeit der Sites der Verlage“, heißt es in einer Verlags-Mitteilung. „Ein erster Schritt zum Ausbau der eher inhaltlich getriebenen Medienangebote war die Übernahme von Lycos IQ, das in die Verantwortung des I-Labs übergeht und weiterentwickelt wird.“

Das Konzept eines hauseigenen Internet-Think Tanks ist jedoch nicht neu in München. Die Verlags-Tochter Chip betreibt seit rund einem Jahr mit dem Web-Lab ein ganz ähnliches Projekt, um in kleinen und höchst kreativen Gruppen neue Ideen zu entwickeln und schnell umsetzten. „Wir haben eine Art Start-up-Atmosphäre geschaffen“, erklärte Chip-Chefredakteur Thomas Pyczak gegenüber MEEDIA. Bekanntestes Projekt von Chips Web-Lab ist das Bestenlisten-Portal Zehn.de.

Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige