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„Fringe“ trotzt dem Sommerwetter

Als ProSiebens Mysteryserie "Fringe" Mitte März so fulminant gestartet ist, werden beim Sender sicher einige Leute Angst gehabt haben, dass die guten Quoten schnell abstürzen. Schließlich ist Ähnliches bei vielen anderen Serien passiert. Doch auch neun Wochen nach dem Start bleibt "Fringe" ein Quotenhit und hat ein extrem treues Publikum. 1,96 Mio. 14- bis 49-Jährige schauten diesmal zu - Platz 3 in der Tageswertung und mit 17,7% der beste Marktanteil seit Ende März.

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Der Montag bei den 14- bis 49-Jährigen:

Geschlagen geben musste sich „Fringe“ nur zwei RTL-Programmen: „Einsatz in vier Wänden – Spezial“ mit 2,60 Mio. Werberelevanten und „Extra – Das RTL-Magazin“ mit 2,26 Mio. Vor allem „Extra“ lief damit enorm stark: 25,1% sind hier der beste Marktanteil des bisherigen Jahres. „Wer wird Millionär?“ musste sich um 20.15 Uhr hingegen dem direkten Konkurrenten „Fringe“ geschlagen geben, wenn auch sehr knapp: 1,95 Mio. 14- bis 49-Jährige sahen das Quiz, 1,96 Mio. bekanntlich „Fringe“. Auch mit den Quoten der 21.20-Uhr-Serie „Primeval“ kann ProSieben zufrieden sein: Mit 1,57 Mio. erzielte sie immerhin 13,4%. Um 22.15 Uhr blieb auch „Reaper“ mit 12,0% noch über den Sendernormalwerten, „TV total“ erreichte zwei Tage nach „Schlag den Raab“ hingegen nur unbefriedigende 10,4%.

Gute Zahlen erreichten zudem Sat.1 und Vox: Bei Sat.1 kletterte „Manhattan Love Story“ mit 12,5% über den 12-Monats-Durchschnitt des Senders, bei Vox schafften „CSI: NY“ und „Criminal Intent“ mit 11,0% und 11,4% Ähnliches. Bei der Vox-Konkurrenz von RTL II und kabel eins gab es hingegen recht unterschiedliche Ergebnise: RTL II blieb mit „Die Kochprofis“ (7,7%) und „Big Brother – Die Entscheidung“ (7,3%) ebenfalls im grünen Bereich, kabel eins mit „Money Train“ und 5,4% hingegen nicht. Dafür überzeugte dort der 22.20-Uhr-Film „True Lies“ mit sehr sehr starken 11,7%.

Bei ARD und ZDF lief es in der Prime Time unterdessen eher verhalten: Das ZDF holte sich mit dem Film „Das Beste kommt erst“ gerade noch mittelmäßige 6,9%, im Ersten versagte die Sendung „Jetzt reden wir“ zur Europawahl mit unglaublich katastrophalen 1,3% komplett. Sie riss zudem die folgenden Programme „Fakt“ (2,8%) und „Tagesthemen“ (4,4%) mit in die Tiefe. Wie katastrophal die Quoten der ARD waren, zeigt auch der Blick auf unser neues Hit/Flop-Ranking, in dem wir die Marktanteile ins Verhältnis zu den Senderdurchschnittswerten setzen, um herauszufiltern, welche Sendungen besonders erfolgreich bzw. erfolglos waren. Auf den letzten fünf Plätzen finden sich hier im jungen Publikum ausschließlich Programme des Ersten. Viel schlechter als bei „Jetzt reden wir“ kann eine Quote kaum noch sein: Mit 1,3% erreichte die Sendung nur das 0,18-fache der ARD-Normalwerte:

Bei den kleineren Sendern tat sich am Montag besonders Super RTL hervor: In der Prime Time gehörte der Sender sogar fast schon zur zweiten Privat-TV-Liga und nicht mehr zu den kleineren Sendern. „Hilfe, Otto kommt!“ holte sich um 20.15 Uhr mit 0,51 Mio. 14- bis 49-Jährigen 4,6%, „Deutschlands beste Comedy“ um 21.10 Uhr mit 0,64 Mio. sogar stolze 5,4%. Erwähnenswert zudem: die 1,9% für „Blickpunkt Sport“ im Bayerischen Fernsehen und immerhin 1,0% für die neue arte-Reihe „Jurassic Fight Club“.

Der Montag im Gesamtpublikum:

Insgesamt gewann nicht „Einsatz in vier Wänden – Spezial“ oder „Extra – Das RTL-Magazin“, sondern eine weitere RTL-Sendung: „Wer wird Millionär?“ schalteten 6,08 Mio. ein. Damit verdrängte das Quiz auch den ZDF-Film „Das Beste kommt erst“, der mit 5,22 Mio. Sehern aber immerhin Quoten-Silber erkämpft hat. Dahinter folgen dann „Einsatz in vier Wänden – Spezial“ (5,17 Mio.) und „Extra – Das RTL-Magazin“ (4,38 Mio.). Die einzige ARD-Sendung in der Tages-Top-Ten ist die 20-Uhr-„Tagesschau“ mit 4,11 Mio. Zuschauern auf Platz 5, der Rest des Abendprogramms des Ersten versagte auch im Gesamtpublikum komplett. So belegt „Jetzt reden wir“ mit sage und schreibe 0,97 Mio. Zuschauern und einem Marktanteil von 3,5% nur Rang 70 der Tageswertung. Kein Wunder also, dass die Sendung auch der größte Flop in unserem Hit/Flop-Ranking ist, das im Gesamtpublikum interessanterweise vom kabel-eins-Film „True Lies“ angeführt wird – mit 7,9% erreichte der Film das 2,15-fache der kabel-eins-Normalwerte:

Noch erschreckender werden die schlechten „Jetzt reden wir“-Zahlen, wenn man sich anschaut, welche Sendungen sich vor der ARD-Show platzieren konnten. So finden sich neben den Prime-Time-Programmen der anderen großen Sender u.a. auch die „Tatort“-Wiederholung im NDR Fernsehen (1,21 Mio. Zuschauer / 5,5%), die 20-Uhr-„Tagesschau“ im WDR Fernsehen (1,17 Mio. / 5,0%) und die SWR-Ratesendung „Sag die Wahrheit“ (1,00 Mio. / 3,9%) vor „Jetzt reden wir“.

Der Zielgruppenblick:

Die Gewinner der 14- bis 49-Jährigen und des Gesamtpublikums kennen wir nun, doch wie sah es in den anderen Zielgruppen aus? Interessant ist dabei die Rolle von „Wer wird Millionär?“. Obwohl das Quiz im Gesamtpublikum, bei den Frauen und bei den Männern gewann, lag es in keiner einzigen Altersgruppe vorn. Die Ausgeglichenheit über alle Zielgruppen hat der Show den Gesamtsieg beschert. Bei den Älteren gewann stattdessen der ZDF-Film „Das Beste kommt erst“, in den Altersgruppen von 20 bis 49 „Einsatz in vier Wänden – Spezial“, bei den Teenies interessanterweise die ProSieben-Serie „Primeval“ und bei den Kindern wie immer „Wickie“:

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