Google sorgt sich um Lokalzeitungen

Google-Chef Eric Schmidt hat sich in einem großen Interview mit FinancialTimes.com zu den Nöten der Medienindustrie und Googles Rolle dabei geäußert. Von Ausnahmen abgesehen, werde es keine erfolgreichen Bezahlmodelle im Internet geben – aber Google wolle Verlagen weiter "helfen", im Netz bessere Einnahmen zu erzielen.

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Schmidt bestätigte eine intensive Kooperation mit der  (angeschlagenen) „Washington Post“ beim Versuch, „neue Varianten von Online-News zu entwickeln, die die Wünsche der Leser erfüllen und besser zu vermarkten sind.“ Über eine Beteiligung an der wankenden „New York Times“ habe man nachgedacht: „Aber wir wollen die Linie zwischen unserer Infrastruktur und den Inhalten unserer Partner nicht überschreiten.“ Forderungen von Medienunternehmen nach mehr Geld aus dem Online-News-Geschäft wies Schmidt ab: Man sehe seine Rolle weiter darin, den News-Anbietern möglichst viele Nutzer zuzuleiten.
 Besorgt zeigte sich Schmidt über die Entwicklung bei regionalen und lokalen Zeitungen: „Der große Verlust, den wir erleben, findet auf den kleineren Märkten statt. Ich befürchte, die lokalen Medien, die dafür sorgen, dass der Bürgermeister ehrlich bleibt, werden untergehen.“ 
Im Unterschied zu den meisten Verlagen verdient Google weiterhin glänzend. Mit 18 Milliarden Dollar Barmitteln will die Firma aber nicht auf Einkaufstour bei Web-Unternehmen gehen: „Die Preise sind immer noch zu hoch“, sagt Schmidt.

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