Heidis „Topmodels“ schlagen RTL-Serien

Was seit gefühlten Jahren niemandem gelungen ist, hat nun ProSieben geschafft: Die Siegesserie von "CSI: Miami" und "Dr. House" ist beendet. Mit der letzten "Germany's next Topmodel"-Folge vor dem Finale besiegte man die RTL-Serienhits im jungen Publikum recht klar. 2,99 Mio. 14- bis 49-Jährige sahen die "Topmodels", 2,62 Mio. "Dr. House" und 2,45 Mio. "CSI: Miami", die beide mit Wiederholungen liefen. Alle anderen Sender außer RTL und ProSieben hatten in der Prime Time keine Chance.

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Die 14- bis 49-Jährigen:

Auf den ersten 12 Plätzen der Tages-Charts finden sich ausschließlich RTL- und ProSieben-Programme. Hinter „Germany’s next Topmodel“, „Dr. House“ und „CSI: Miami“, sowie der Daily Soap „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ überzeugte dabei vor allem das ProSieben-Boulevardmagazin „red! Stars, Lifestyle & More“, das um 22.25 Uhr noch 1,81 Mio. Werberelevante interessierte und einen Marktanteil von 20,1% einfuhr. Zuschauerstärkster RTL/ProSieben-Konkurrent war nicht etwa eine Sat.1-Sendung, sondern ein Trio des Ersten: Die Hitserien „In aller Freundschaft“ und „Um Himmels Willen“, die im Gesamtpublikum wie immer gewannen, schalteten je 0,89 Mio. 14- bis 49-Jährige ein – solide Marktanteile von 7,4% und 8,2%. Die 20-Uhr-„Tagesschau“ sahen zuvor bereits 0,85 Mio. 14- bis 49-Jährige – 9,5%.

Sat.1 versagte um 20.15 Uhr komplett, blieb mit dem Film „Vermisst – Liebe kann tödlich sein“ und 0,71 Mio. Werberelevanten nicht nur hinter ProSieben, RTL und dem Ersten, sondern auch noch hinter RTL II. Nur 6,2% sind ein desaströser Zielgruppen-Marktanteil für Sat.1. Besser, aber längst nicht mehr so gut wie zuletzt erging es RTL IIs „Extrem schön – Endlich ein neues Leben“: Mit 0,81 Mio. 14- bis 49-Jährigen gab es hier 7,4%. Im Anschluss fiel „Heirate mich!“ aber auf erneut miserable 3,8%. Ebenfalls unter den Sendernormalwerten blieb kabel eins mit dem Spielfilm „L. A. Confidential“: 0,53 Mio. junge Zuschauer reichten hier gerade mal für 4,8%. Noch keine Dienstags-Zahlen liegen von Vox vor, allerdings ist hier auch nicht damit zu rechnen, dass eine Vox-Sendung sehr weit vorn im Tages-Ranking auftauchen wird.

Wie mies es für Sat.1 um 20.15 Uhr lief, zeigt auch ein Blick auf unser brandneues Hit/Flop-Ranking, in dem wir Ihnen anhand der Marktanteile täglich zeigen, welche Formate für ihre Sender wirklich erfolglos oder erfolgreich waren. „Vermisst – Liebe kann tödlich sein“ findet sich hier mit dem 0,59-fachen der Sat.1-Normalwerte unter den fünf Flops des Tages. Noch schlechter erging es nur je zwei ARD- und ZDF-Sendungen: „Frontal 21“, „Eine für alle“, „Das Quiz mit Jörg Pilawa“ und „In bester Verfassung“, das im ZDF um 20.15 Uhr nur das 0,46-fache des ZDF-12-Monats-Durchschnitts erreicht hat:

Bei den kleineren Sendern blieben die großen Hits wegen der starken Konkurrent diesmal weitgehend aus. Am besten erging es noch „Only Otto“ bei Super RTL mit 0,32 Mio. 14- bis 49-Jährigen und einem Marktanteil von 3,2%. „Die Tricks der größten Zauberer“ erzielten zuvor auf demselben Sender 3,4%, um 21 Uhr holte „Quarks & Co.“ im WDR Fernsehen starke 2,9%.

Das Gesamtpublikum:

Insgesamt ging der Sieg wie bereits angedeutet an die Dienstags-Seriengewinner „Um Himmels Willen“ und „In aller Freundshaft“. 6,94 Mio. Leute sahen um 20.15 Uhr im Ersten „Um Himmels Willen“, 6,05 Mio. im Anschluss „In aller Freundschaft“. Auch Platz 3 geht an die ARD – mit der 20-Uhr-„Tagesschau“ und 4,14 Mio. Zuschauern. Erfolgreichster Konkurrent war auch diesmal „CSI: Miami“, das mit 4,09 Mio. Rang 4 belegt und beinahe noch an der „Tagesschau“ vorbei gezogen wäre. „Germany’s next Topmodel“ folgt 3,96 Mio. Sehern auf einem für ProSieben-Verhältnisse hervorragenden fünften Platz der Tageswertung.

Weit abgeschlagen folgt als stärkstes ZDF-Programm die 19-Uhr-„heute“-Ausgabe mit 3,41 Mio. Sehern auf Platz 9, in der Prime Time blieben „In bester Verfassung“ und „Frontal 21“ bei desaströsen 1,60 Mio. bzw. 2,42 Mio. Zuschauern hängen und finden sich damit nur auf den Rängen 35 und 19. Sat.1 erging es ähnlich miserabel, die zuschauerstärkste Sendung hieß dort „Niedrig und Kuhnt“ und belegt mit 2,31 Mio. Sehern Platz 21. In unserem Hit/Flop-Ranking katapultierte sich auch im Gesamtpublium „Germany’s next Topmodel“ auf den Spitzenplatz: Mit einem Marktanteil von 14,2% erzielte die Casting-Soap das 2,18-fache der ProSieben-Normalwerte. „red!“ komplettiert den Erfolg auf Rang 2, noch vor „Um Himmels Willen“. Ganz hinten findet sich erneut die ARD-Telenovela „Eine für alle“, die sogar noch miserablere Zahlen erreichte als die ZDF-Sendung „In bester Verfassung:

Bei den kleineren Sendern stach im Gesamtpublikum vor allem „Quarks & Co.“ aus der Masse hervor: Mit 1,17 Mio. Zuschauern erzielte das WDR-Magazin hervorragende 4,0%. Auch die 20-Uhr-„Tagesschau“ lief im WDR Fernsehen mit 4,2% hervorragend, im SWR Fernsehen erzielte eine „Tatort“-Wiederholung um 20.15 Uhr 3,4%.

Der Zielgruppenblick:

In unserer ebenfalls exklusiven Liste der Zielgruppen-Tagessieger zeigt sich, dass sich der verwöhnte „Dr. House“ immerhin noch einen Platz 1 erkämpft hat: Bei den 40- bis 49-Jährigen gewann die Serie. Erstaunlich sind die Zahlen von „Germany’s next Topmodel“ in den Zielgruppen zwischen 14 und 29: Über 40% erzielte die Sendung hier. Ebenfalls über die 40%-Marke schoss bei den Kindern der KI.KA-Klassiker „Wickie… und die starken Männer“. ARD-Serie „Um Himmels Willen“ siegte unterdessen im Gesamtpublikum, bei den Frauen und Männern, sowie bei den 40- bis 64-Jährigen und den Über-65-Jährigen. Dort im Übrigen mit unfassbaren 43,8%:

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