Rsk1: Neuer Spitzen-Spieler im Sport-Web

Ein erstaunlicher Deal: Die ARD-Rechteagentur SportA hat dem bislang weitgehend unbekannten Internet-Portal Rsk1.de die Verwertungsrechte an Sportveranstaltungen von 33 Sportverbänden eingeräumt. Darunter befinden sich durchaus populäre Randsportarten wie Schwimmen, Fechten oder Amateur-Boxen. Hinter dem Kürzel Rsk1 verbirgt sich ein Sport-Video-Portal, dass sich der Förderung des Regionalsports verschrieben hat und ehrgeizige Ziele hegt. So will man mittelfristig die Hälfte aller Deutschen erreichen.

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Aktuell backt das Start-up aus dem bayerischen Amerang allerdings noch kleine Brötchen. „Aktuell haben wir 250.000 Nutzer im Monat, die bereits über 400.000 Videos ansehen. Ich schätze, dass sich die Zahl bald auf vier bis fünf Millionen erhöhen wird“, sagt Rsk1-Geschäftsführer Dieter Bomholt gegenüber MEEDIA. „Durch die Kooperation mit SportA hoffen wir sogar langfristig die Hälfte aller Deutschen erreichen zu können.“

Die Kooperation zwischen dem öffentlich-rechtliche Rechtehändler SportA und dem Web-Portal soll nunmehr eine umfassendere Berichterstattung von den Veranstaltungen der 33 Sportverbände des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) im Internet gewährleisten. „Da RSK1 neben dem Recht zur Liveberichterstattung auch berechtigt ist, Bildmaterial von den Veranstaltungen für 12 Monate als Video-on-Demand online zu stellen, ist ein Zugriff hierauf jederzeit möglich“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der beiden Vertragspartner.

Zusammen mit seinem Geschäftspartner Adrian Gluchow gründete Bomholt 2007 die Plattform. Bei Rsk1.de kann jeder Sportler eigenes Videomaterial von seinen Wettkämpfen hochladen. Allerdings wird jeder Clip erst von der Rsk1-Redaktion angesehen, um freigegeben zu werden. Neben den Hobby-Filmern, verfügt die Plattform noch über eigene Kameramänner. „Im Moment arbeiten wir noch mit 15 Videoreportern. Durch die Kooperation mit SportA, wollen wir bis zum Ende des Jahres jedoch mindestens noch 35 weitere einstellen“, sagt Bomholt.

Finanzieren will sich das Start-up über Werbeeinnahmen. Dazu wollen die Bayern aber nicht einfach ein paar Banner verkaufen, sondern  einen Pool mit Premium-Werbepartnern aufstellen, die die ganze Seite über einen langen Zeitraum unterstützen. Alle Inhalte bei Rsk1.de sind kostenlos.

Bis die Werbeerlöse sprudeln, ist das Video-Portal noch Investoren finanziert. Bereits 68 Tage nach dem Start der Breitensport-Plattform beteiligte sich die Kathrein-Gruppe (DVBT, Satellitenschüsseln) mit 25 Prozent.

Der Name Rsk1 ist eine Anspielung auf klassische TV-Sender wie ARD, ZDF & Co. Bei lokalen Veranstaltungen scheint sich unter Sportlern jedoch der – allerdings weitaus längere – Spitzname „regionaler Sport-Kanal 1“ durchzusetzen. Eine Definition, die die Macher durchaus freut: „Wenn sie bei Google nach ‚regionaler Sport‘ suchen, dann liegen wir gleich an erster Stelle. Das ist ein Erfolg auf den wir richtig stolz sind“, sagt Bomholt.

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