Anzeige

Retten lokale Networks die Regional-Verlage?

Alle Blicke richten sich nach Westen: Mit dem Start seines neuen Social Networks 5zwo.de wagt der Zeitungsverlag Aachen ein Experiment mit Vorbildcharakter für viele Regional-Verlage. Jedes Social Network lebt von seiner lokalen Verwurzelung. Das gilt für die Lokalisten.de genauso wie für Wer-kennt-wen.de. Nur logisch, wenn deshalb immer mehr mittelständische Medienhäuser mit starken örtliche Strukturen über den Start eines eigenen Stadt- oder Regio-Networks nachdenken.

Anzeige

Alle Blicke richten sich nach Westen: Mit dem Start seines neuen Social Networks 5zwo.de wagt der Zeitungsverlag Aachen ein Experiment mit Vorbildcharakter für viele Regional-Verlage. Jedes Social Network lebt von seiner lokalen Verwurzelung. Das gilt für die Lokalisten.de, genauso wie für Wer-kennt-wen.de. Nur logisch, wenn deshalb immer mehr mittelständische Medienhäuser mit starken örtliche Strukturen, über den Start eines eigenen Stadt- oder Regio-Networks nachdenken.
Bereits der Name soll zeigen: Die neue Community richtet sich an Menschen aus dem Raum Aachen/Düren/Heinsberg – der Gegend also, deren Postleitzahl mit einer fünf und dann einer zwei beginnt.
Der Start des neuen Networks verlief zur vollsten Zufriedenheit der Aachener: „Das Interesse war überwältigend: Unsere am Samstag gestartete neue Online-Community 5zwo.de verzeichnete an ihrem ersten Wochenende bereits rund 100.000 Seitenaufrufe“, heißt es stolz im az-web.de. „Zeitweise war der Andrang auf der Seite so stark, dass der Server in die Knie ging und das Angebot nicht aufgerufen werden konnte.“
Als die Killer-Applikation entpuppten sich bei den 5zwo.de-User die Möglichkeiten, Fotos hochzulanden und eigene Gruppen innerhalb des Networks zu bilden.

In Aachen scheint der Versuch, ein lokales Social Network zu starkten, auf dem direkten Weg eine Erfolgsgeschichte zu werden. Ob 5zwo.de deshalb zum Vorbild für andere Verlage taugt, ist unklar. Denn der Social Network-Markt ist zwar lokal, aber auch dort schon eng besetzt.
Viele Gebiete scheinen bereits aufgeteilt. So ist die Region München das Kerngebiet der Lokalisten. Konkurrent Kwick ist vor allem in Schwaben und Baden stark. Rheinland/Pflaz, Hessen und Teile von NRW haben eine besonders starke Abdeckung bei Wer-kennt-wen.de und die Region Osnabrück wird von Stayblue kontrolliert.
Trotz dieser vermeintlichen bereits vergebenen Network-Zonen hätten lokale Verlagshäuser einen großen Vorteil gegenüber ihrer Web-Konkurrenz. Sie könnten Zielgruppen erreichen, an denen die hippen Online-Communitys komplett vorbeigehen. Denn die regionalen Tageszeitungen haben vor allen in den älteren Bevölkerungsschichten noch immer einen tadellosen Ruf.

Update: Bereits seit rund zwei Jahren unterhält die „Lausitzer Rundschau“ das lokale Network Localido.de (Danke an Micha Heger)

Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige