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Kann Raab den „Song Contest“ retten?

In der Not finden manchmal die ungewöhnlichsten Partner zueinander. Nach dem erneut miserablen Abschneiden des deutschen Beitrags beim Eurovision Song Contest (Platz 20 von 25), diskutiert man in der ARD laut „Süddeutscher Zeitung“ eine Zusammenarbeit mit ProSieben. Das könnte nur bedeuten: Eine Zusammenarbeit mit Stefan Raab. ProSieben-Star Raab ist bekennender Song-Contest-Fan, er war selbst schon dreimal mit von der Partie. Jedesmal mit beachtlichem Erfolg.

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1998 trat der Blödel-Barde Guildo Horn mit dem von Raab komponierten und unter dem Pseudonym Alf Igel (eine Anspielung auf den Schlagerkomponisten Ralph Siegel) produzierten Lied „Guildo hat euch lieb“ beim Song Contest auf und landete auf Anhieb auf Platz 4. Das beste Ergebnis für Deutschland seit langer Zeit.

Ein Jahr später trat Raab selbst beim Song Contest an mit dem Gaga-Lied „Wadde hadde dudde da“ und belegte prompt Rang 5. Später rief er den Wettbewerb SSDSGPS (Stefan sucht den Super-Grand-Prix-Star) aus und schickte mit dem Soulsänger Max Mutzke erneut einen Musiker mit von ihm komponierter und produzierter Nummer in den deutschen Vorentscheid. Mutzke, gewann souverän den Vorentscheid, trat beim Song Contest an und belegte einen respektablen Platz acht. In Deutschland war das Lied wochenlang Nummer eins in der Hitparade.

Raab zog später mit seinem Bundesvision Song Contest sogar eine eigene Gegen-Veranstaltung zum Eurovision Song Contest auf und veranstaltete in seiner „TV total“-Show einen eigenen Musiker-Wettstreit unter den deutschen Bundesländern. Man kann Raab musikalisches Gespür und ein Faible für den Song Contest nicht absprechen. Zuletzt entdeckte er im Rahmen seinen Casting-Wettbewerbs SSDSDSSWEMUGABRTLAD (Stefan sucht den Superstar, der singen soll, was er möchte, und gerne auch bei RTL auftreten darf) die junge Schweizer Soulsängerin Stefanie Heinzmann, die seither eine beachtliche Karriere hinlegt.

Für die deutschen Beiträge zum Song Contest wäre Raab auf jeden Fall eine Bereicherung. Ob und wie eine Kooperation zwischen ihm, seinem Haussender ProSieben und der öffentlich-rechtlichen ARD aussehen könnte, steht freilich noch in den Sternen. Träumen darf man aber ja schon mal.

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