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„Goldener Handschlag“ auch bei DuMont

Nach der Expansion folgt die Konsolidierung: Vor zwei Monaten schluckte DuMont Schauberg für 152 Millionen Euro den Berliner Verlag. Jetzt folgt der Kater nach der Übernahmeparty. Der Verlag muss nun sparen. Für den Stammsitz Köln wurde deshalb ein hohes Abfindungs-Programm aufgelegt. Hintergrund: Die Rheinischen Regionalblätter "Express" und "Kölner Stadtanzeiger" haben mit einem Rückgang der Anzeigen- und Beilagenumsätze von 20 Prozent zu kämpfen.

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Das Abfindungs-Angebot des Kölner Medienhauses scheint großzügig: So wird den Mitarbeitern – laut „Abendblatt“ – ein Sockelbetrag von 65 000 Euro angeboten. Hinzu kommen pro Beschäftigungsjahr 2000 Euro sowie 1500 Euro für jedes Lebensjahr jenseits der 35. Altgediente Angestellte könnten so leicht auf einen Betrag von über 100.000 Euro kommen.

Darüber hinaus soll der Verlag allen Mitarbeitern auch neue Möglichkeiten für Teilzeit-Modelle sowie Sabbatjahre anbieten.

Aber auch der Berliner Verlag und sein Geschäftsführer Oliver Rohloff sind zum Haushalten angehalten. So soll – laut „Hamburger Abendblatt“ – Vorstand Konstantin Neven DuMont gegenüber Mitarbeitern der „Berliner Zeitung“ einen Einstellungsstopp angekündigt haben. 

DuMont hat jedoch nicht nur mit einem Rückgang der Anzeigen- und Beilagenumsätze zu kämpfen. Auch von anderer Stelle droht Ungemach. Im Februar verdonnerte das Kartellamt die DuMont-Tochter „Frankfurter Rundschau“ zu einem Bußgeld von 4,13 Millionen Euro. 2001 hatte die „FR“ den Kauf des Anzeigenblättchens „Frankfurter Stadtanzeiger“ nicht ordnungsgemäß angemeldet.

Um die Bußgeldzahlung noch abzuwenden, haben die Frankfurter nun Einspruch eingelegt. Im Falle einer Ablehnung sind die beiden „Rundschau“-Gesellschafter DuMont und die SPD-Medienholding DDVG – laut „Spiegel“ – sogar bereit vor dem OLG Düsseldorf zu klagen.

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