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„Song Contest“: mehr Zuschauer als 2008

Da hat auch der schlüpfrige Auftritt von Dita von Teese nicht geholfen: Deutschland wurde beim "Eurovision Song Contest" nur 20. Aber: Die Zuschauerzahl lag deutlich über dem vom Vorjahr. 7,36 Mio. sahen die Show ab 21 Uhr - 2008 waren es noch 6,38 Mio. Wesentlich besser als 2009 sah es in den vergangenen Jahren nur 2006 mit Texas Lightning aus, als über 10 Mio. zuschauten. Auch bei den 14- bis 49-Jährigen gab es einen Zuwachs: von 3,45 Mio. 2008 auf nun 3,59 Mio.

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[Anmerkung: In unserem Top-20-Ranking, das uns direkt von Media Control geliefert wird, taucht der „Eurovision Song Contest“ fälschlicherweise nur mit einer gemeinsamen Zahl für die Vorberichterstattung, die eigentliche Show und die anschließende „Grand Prix Party“ auf. Für unsere Analyse haben wir die Zahlen wie es logisch und Tradition ist, getrennt betrachtet. Als Spezial-Service für unsere Konkurrenz und alle anderen Pressevertreter, die auf die Media-Control-Zahlen angewiesen sind, nennen wir am Ende dieses Textes alle Einzelwerte der „Song Contest“-Sendungen im Detail.]

Keine Sendung hatte im jungen Publikum am Samstag damit mehr Zuschauer als der Schlager-Grand-Prix mit seinem Sieger Norwegen. Sogar die Plätze 2 bis 4 gehen bei den 14- bis 49-Jährigen an Das Erste – mit der „Song Contest“-Vorberichterstattung ab 20.20 Uhr, die 1,67 Mio. junge Zuschauer einschalteten, sowie der Bundesliga-„Sportschau“ (ab 18.45 Uhr) und der 20-Uhr-„Tagesschau“, die jeweils auf 1,60 Mio. kamen. Zuschauerstärkster Privat-TV-Konkurrent war der RTL-Film „2 Fast 2 Furious“, der mit 1,53 Mio. den 5. Platz der Tageswertung belegt. Sat.1 folgt mit „Urmel aus dem Eis“ und 1,39 Mio. auf dem 7. Rang, ProSieben mit „NVA“ und 1,09 Mio. auf der 9. Zufrieden sein kann aber allenfalls Sat.1. Dort erzielte „Urmel“ immerhin 13,7%. RTL und ProSieben blieben mit ihren Filmen und Marktanteilen von 14,8% und 10,7% hingegen unter ihren Sendernormalwerten.

Nach 22 Uhr lief es für die großen Privatsender noch mieser: ProSieben blieb mit „American History X“ bei 9,7% hängen, RTL mit „Roter Drache“ bei 10,2% und Sat.1 mit „Genial daneben“ bei 6,7%. Vergleichsweise gut schlug sich noch „das aktuelle sportstudio“ im ZDF mit immerhin 7,2%. Am meisten Freude dürfte auf Seiten der Privatsender bei kabel eins herrschen: Die beiden „Star Trek“-Filme „Der erste Kontakt“ und „Der Aufstand“ bescherten dem Sender trotz „Song Contest“-Konkurrenz starke Zielgruppenmarktanteile von 7,6% und 7,7%. In der Nacht ging es für die „Raumschiff Voyager“-Episoden sogar bis auf 17,0% hinauf.

Keine Chance hatten in der Prime Time hingegen Vox und RTL II: Vox blieb mit „In einem fernen Land“ bei schwachen 4,6% hängen, RTL II kam mit „Der Feind in meinem Haus“ sogar nur auf miserable 3,8% und hatte damit um 20.15 Uhr weniger Zuschauer (0,40 Mio. 14- bis 49-Jährige) als um 10 Uhr morgens (0,44 Mio. bei „X-Factor: Das Unfassbare“). Bei den kleineren Sendern schlug sich wieder einmal Super RTL am besten: Das Prime-Time-Duo „Die letzten Jahre der Dinosaurier“ und „Die Neandertaler“ kam auf immerhin 0,33 Mio. und 0,35 Mio. werberelevante Zuschauer und damit auf klar überdurchschnittliche Marktanteile von 3,5% und 3,2%.

Im Gesamtpublikum gewann der „Eurovision Song Contest“ mit seinen 7,36 Mio. Fans natürlich ebenfalls klar – hier vor der 20-Uhr-„Tagesschau“ (6,13 Mio.) und der Bundesliga-„Sportschau“ (5,44 Mio. ab 18.45 Uhr). Schärfster Prime-Time-Verfolger war der ZDF-Krimi „Kommissarin Lucas“ mit 4,95 Mio. Zuschauern auf Platz 4. Die zuschauerstärkste Privat-TV-Sendung kam nicht von RTL, sondern von Sat.1: „Urmel aus dem Eis“ schalteten 2,64 Mio. Leute ein – Platz 10 in der Tageswertung. RTL blieb mit „2 Fast 2 Furious“ bei 2,22 Mio. hängen, ProSieben mit „NVA“ bei 1,60 Mio.

Und hier nun wie angekündigt als Spezial-Service die Einzelwerte des „Eurovision Song Contests“:

– Vorberichterstattung (20.21 Uhr bis 20.56 Uhr): 4,05 Mio. Zuschauer (15,7% MA), 1,67 Mio. 14- bis 49-Jährige (17,7%)

– „Eurovision Song Contest“ (20.59 Uhr bis 0.16 Uhr): 7,36 Mio. Zuschauer (31,1%), 3,59 Mio. 14- bis 49-Jährige (35,0%)

– „Grand Prix Party“ (0.16 Uhr bis 1.05 Uhr): 2,72 Mio. Zuschauer (26,9%), 1,44 Mio. 14- bis 49-Jährige (26,0%)

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