Rätselraten um „Playboy“-Chef Schmortte

Der Chefredakteur des deutschen "Playboy", Stefan Schmortte, steht offenbar kurz davor, abgelöst zu werden. Das berichten mehrere Medien unabhängig voneinander. Offiziell befindet sich der 47-Jährige "nur im Urlaub", wie eine Verlagssprecherin gegenüber MEEDIA sagte. Zur Zeit vertritt der geschäftsführende Redakteur Stefan Pabst den urlaubenden Chefredakteur. Schmortte soll das Männer-Magazin in Streit mit der Verlagsleitung verlassen haben.

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Der „Playboy“ verkauft sich derzeit so schlecht wie nie zuvor. Seit einem kleinen Auflagen-Zwischenhoch Ende der 90er Jahre, der im ersten Quartal 1999 mit allein im Einzelverkauf 346.501 abgesetzten Heften gipfelte, ging es langsam immer weiter bergab. 2008 dann der Tiefpunkt: Im dritten Quartal gingen im Einzelverkauf nur noch 91.075 Hefte über den Ladentresen. Auch im ersten Quartal 2009 sah es mit einem Einzelverkauf von 115.335 nicht viel besser aus. Nur mit fast 100.000 sonstigen Verkäufen und Bordexemplaren konnte die Auflage noch bei über 250.000 gehalten werden. Auch am Anzeigenmarkt steht der „Playboy“ enorm unter Druck: 137 Anzeigenseiten wurden von Januar bis April laut ZAS gedruckt, ein Jahr zuvor waren es noch rund 215. Ein sattes Minus von 36,2%.

Angesichts solcher Zahlen war eine Reaktion von Burda wohl überfällig.

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