Ruzicka muss für elf Jahre in Haft

Die Entscheidung ist nach 64 Verhandlungstagen gefallen: Alexander Ruzicka, ehemals Vorstand der Mediaagentur Aegis, wurde von dem Wiesbadener Landgericht der schweren Untreue für schuldig befunden – und zu einer Haftstrafe von elf Jahren und drei Monaten verurteilt. Richter Jürgen Bonk gab der Anklage Recht, die Ruzicka vorgeworfen hatte, über ein kompliziertes Firmengeflecht rund 49 Millionen Euro in die eigene Tasche gewirtschaftet haben. Ruzicka betonte indes bis zuletzt seine Unschuld.

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Das größte Wirtschaftsverfahren, das je vor dem Wiesbadener Landgericht verhandelt wurde, ist beendet. Aleksander Ruzicka, einst Chef der Mediaagentur Aegis, ist zu einer Haftstrafe von elf Jahren und drei Monaten verurteilt worden.

Staatsanwalt Jördens bescheinigte Ruzicka eine „erhebliche kriminelle Energie“, um seinen gehobenen Lebensstandard zu sichern. Ruzicka residierte bei Wiesbaden in einem Schloss und unterhielt u.a. ein repräsentatives Gut in Südafrika.

Den Schaden, den Ruzicka mit seinem Treiben angerichtet habe, wird auf 49 Millionen Euro beziffert. Die hohe Strafforderung hatte Staatsanwaltschaft damit begründet, dass Ruzicka während des gesamten Prozesses nicht kooperativ gewesen sei und versucht habe, die tatsächlichen Vorgänge zu verschleiern.

David Linn, der als ehemaliger Einkaufschef von Aegis Media ebenfalls angeklagt war, kam wesentlich besser davon. Linn hatte sich im Laufe des Verfahrens reumütig gezeigt und ein Schuldeingeständnis mit Aegis unterzeichnet, nachdem er knapp zwei Millionen Euro an die Agentur zurückzahlen wird.

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