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„Nannen-Preis ist mein Abschiedsgeschenk“

Seine Worte waren anfangs kaum zu verstehen, und er redete nur drei Minuten. Doch der Auftritt von "Spiegel"-Reporter Jürgen Leinemann war der Höhepunkt der Henri-Nannen-Preisverleihung im Hamburger Schauspielhaus. Der an Kehlkopfkrebs erkrankte Journalist, der am Sonntag 72 wird, bekannte, dass sein Leiden ihm das Schreiben schwer macht: "Insofern ist der Henri-Nannen-Preis ein Abschiedsgeschenk." Leinemann wurde für sein Lebenswerk ausgezeichnet und bekam Standing Ovations.

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„Ich kann noch sehen und hören und fühlen und werde weiter arbeiten, denn das tut mir gut“, erklärte der von der Krankheit gezeichnete frühere Politikreporter, dessen Stücke zu Richtwerten für Generationen von Parlamentsjournalisten wurden. Leinemann bekannte: „Ein Lebenswerk schafft keiner allein.“ Er dankte seiner Frau Rosemarie, „die mich fast ein halbes Jahrhundert trägt und erträgt“, und er dankte dem „Spiegel“, der ihm seine Arbeiten ermöglicht habe. Leinemann plant, in diesem Jahr noch ein Buch herauszugeben und will weiter schreiben, „so lange es geht“.

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