RTL Group: Werbekrise halbiert Gewinne

Schwere Zeiten auch für Europas größten TV-Konzern: Wie die RTL Group heute vor Handelseröffnung bekannt gab, brach der operative Gewinn (Ebitda) zwischen Januar und März um saftige 54 Prozent ein. Auch der Umsatz ging zweistellig zurück. Eine Prognose für das Gesamtjahr 2008 wollte die RTL Group, die zu 90 Prozent Bertelsmann gehört, nicht abgeben. Die in Luxemburg ansässige Fernsehgruppe ließ jedoch wenig überraschend durchblicken, dass der Gewinn 2009 unter dem Vorjahresniveau liegen wird.

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Die anhaltende Krise auf den europäischen TV-Werbemärkten hat auch in der Bilanz der RTL-Group massiv ihre Spuren hinterlassen. Wie die zu Bertelsmann gehörende Sendergruppe heute vor Handelseröffnung bekannt gab,  musste im ersten Quartal ein happiger Gewinneinbruch verkraftet werden: Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum brach der operative Gewinn (vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) krachend um 54 Prozent von 188 auf nur  87 Millionen Euro ein. Auch die Umsätze gaben zweistellig nach: Die Erlöse sanken um 11,1 Prozent auf 1,19 Milliarden Euro.

Maßgeblichen Anteil am Gewinneinbruch haben neben den sinkenden Werbeerlösen auf den europäischen TV-Märkten auch Sanierungs- und Restrukturierungskosten. So schlugen für die Übernahme der Alpha Media Group Konsolidierungskosten von neun Millionen Euro zu Buche. Während Konzernchef Gerhard Zeiler keinen Ausblick für das Gesamtjahr geben wollte, machte er deutlich, dass Anleger 2009 mit schrumpfenden  Gewinnen rechen müssen: Die Profitabilität werde „erheblich“ unter dem Vorjahr liegen, hieß es.

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