Nipplegate: Teures Nachspiel für CBS

Wegen einer Brustwarze solch ein Wirbel! Selbst nach mehr als fünf Jahren, sorgt der blanke Busen von Janet Jackson in den USA noch immer für Ärger. Am gestrigen Montag veröffentlichte der Supreme Court ein Urteil, das den Beschluss eines Berufungsgerichts vom Juli 2008 aufhob. Vor einem Jahr hatte die Kammer in Philadelphia den US-Fernsehsender CBS von jeder Schuld freigesprochen. Damit entging die TV-Station eine Strafe in Höhe von 550.000 Dollar. Doch jetzt scheint der Fall wieder offen.

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Die im Raum stehende Geldbuße von über einer halben Million Dollar ist die bislang höchste Strafe, die jemals gegen einen US-Fernsehsender verhängt wurde.In der Sache geht es um den skandalösen Superbowl-Auftritt von Jackson mit Justin Timberlake aus dem Jahr 2004. In der Halbzeitpause des US-Football-Finales hatte der Sänger seiner Duettpartnerin das Bustier heruntergerissen. Für wenige Sekunden konnten 90 Millionen TV-Zuschauer die nackte Brust von Jackson sehen. Nach dem Vorfall tobte ein dreijähriges juristisches Hickhack um die Frage, ob CBS für das Handeln von Janet Jackson mit verantwortlich sei. Im Juli 2008 entschied ein Berufungsgericht in Philadelphia CBS. Das passte wiederum der Regierung unter Präsident George W. Bush nicht, die das oberste Gericht anrief. Ihre Argumentation: Jacksons öffentliche Entblößung sei eine Erregung öffentlichen Ärgernisses. Jetzt hob der oberste Gerichtshof den Beschluss des Berufungsgerichtes auf. In einem zweiten Schritt wird der gesamte Prozess wohl noch einmal verhandelt werden müssen. Die Nippelgate-Folgen für die Betroffenen könnten unterschiedlicher kaum sein. Die Super Bowl-Pausenshow wird mittlerweile leicht zeitversetzt gesendet und die Karriere von Janet Jackson ist seit dem Vorfall 2004 praktisch beendet. Die Sängerin wird in ihrem Heimatland von den meisten Medien regelrecht geschnitten. Anders ihr Duettpartner: Dem Aufstieg von Justin Timberlake schadete der Faupax nicht im geringsten.

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