WDR dementiert Steuernachforderung

Laut einem "stern"-Bericht sollen ARD-Korrespondenten in Washington über Jahre hinweg zu wenig oder keine Steuern gezahlt haben. Die US-Steuerbehörde IRS stelle nun hohe Nachforderungen, heißt es in einer Vorabmeldung. Der für das ARD-Büro in Washington zuständige ARD-Sender WDR hat den Bericht inzwischen dementiert. "Die Vorwürfe treffen nicht zu, es gibt keinen Ärger mit den Steuerbehörden in den USA", so eine WDR-Sprecherin. Einige Unklarheiten freilich bleiben.

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Laut dem „stern“-Bericht soll der WDR „steuerliche Zweifelsfragen“ in Kürze mit der US-Steuerbehörde IRS klären. WDR-Sprecherin Gudrun Hindersin sagte der Nachrichtenagentur ddp, es gehe dabei um steuerliche Fragen, die mit Beginn der Weltwirtschaftskrise aufgetreten seien. Dabei solle geklärt werden, wie die Besteuerungsgrundlagen für Mitarbeiter des öffentlich-rechtlichen Rundfunks anzuwenden sind. Was der WDR damit genau meint, ist unklar.

Laut „stern“ funktionierte der Steuertrick der ARD-Korrespondenten folgendermaßen: Wenn ein öffentlich-rechtlicher Journalist als Korrespondent ins Ausland versetzt wird, kann er oder sie sich von der Einkommenssteuerpflicht in Deutschland befreien lassen. Davon sei eifrig Gebrauch gemacht worden. Die Mitarbeiter erhielten dann weiter ihr Gehalt in Deutschland, allerdings ohne jeden lästigen Steuer-Abzug. Mitarbeiter gemeinnütziger Gesellschaften können sich zudem in den USA von der Einkommenssteuer befreien lassen. Nun sollen sich ARD-Korrespondenten gegenüber den US-Steuerbehörden darauf berufen haben, dass eine öffentlich-rechtliche Sendeanstalt eine gemeinnützige Gesellschaft ist. Auf diese Weise hätten sie über Jahre hinweg ihr Gehalt steuerfrei kassiert. Sollten an den Vorwürfen etwas dran sein, wären die betroffenen ARD-Korrespondenten eher eine eigennützige denn eine gemeinnützige Gesellschaft.

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