ddp greift dpa-Tochter News aktuell an

Der Deutsche Depeschendienst (ddp) gliedert sein PR-, Kommunikations-Dienstleistungs- Geschäft aus und gründet ddp-direct. Kern-Business der neuen Firma: das Verbreiten von Pressmitteilungen. Damit greift der kleine Agentur-Rivale aus Berlin die DPA-Tochter News aktuell an. Das Hamburger Unternehmen ist mit 120 Mitarbeitern ein echtes Brachen-Schwergewicht. Weltweit kommt News aktuell nach eigenen Angaben auf 540.000 Redaktionskontakte.

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Das Geschäft der sogenannten Presseservice ist einfach. Die Dienstleister verfügen über eine möglichst große Datenbank mit Journalisten- und Redaktionskontakten. Firmen können gegen Bezahlung nun über den Service ihre Pressemitteilungen verschicken. Je größer die Journalisten-Datenbank ist, desto teuerer wird der Dienst.

Die Arbeit der Betreiber hält sich dagegen verhältnismäßig in Grenzen. Denn die Kunden verschicken und bearbeiten ihre Mitteilungen selbstständig via Web-Formular. News aktuell bietet zudem noch eine Vielzahl von weiteren Dienstleistungen.

Noch fehlt der neuen ddp-Tochter eine mit News aktuell vergleichbare Datenbank. Auch ein eigenes Web-Portal ist noch nicht online. Wann die Berliner tatsächlich um zum dpa-Angriff blasen, ist momentan noch unklar.

Mit der Verpflichtung von Wolfgang Zehrt als neuem Geschäftsführer konnte ddp-direct einen Szene-Kenner als Geschäftsführer gewinnen.  Der 44-Jährige arbeitete davor als Europa-Vorstand von directnews/Hugin. Er verfügt über viel Erfahrung im Marktsegment PR- und Kommunikationsdienstungen. „Seit der Gründung von directnews 2002 hat sich der Kommunikationsmarkt komplett verändert, auch die Kundenbedürfnisse sind ganz andere“, erklärt Zehrt seine Motivation, für die ddp-Gruppe zu arbeiten. „Die Verbreitung von Pressemitteilungen ist sicher weiterhin ein Thema, aber wir haben bereits einige ganz neue Ideen in der letzten Feinabstimmung.“

Der Start von ddp-direct ist ein strategisch logischer Schritt der neuen Agentur-Besitzer. Ende Januar übernahmen die zwei Ex-Vorstände Peter Löw und Martin Vorderwülbecke die Nachrichtenagentur und kündigten an, das Kerngeschäft zu stärken, aber auch in weitere strategischen Geschäftsfelder zu expandieren.

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