„stern“: neue Umsätze mit Preiserhöhung

Gruner + Jahr versucht, die Anzeigenkrise des "stern" am Lesermarkt auszugleichen. Ab 7. Mai kostet das Magazin 3,20 Euro statt 3 Euro. Was sich nach Peanuts anhört, spült, wenn man die aktuelle harte Auflage aus Abos und Einzelverkauf als Maßstab nimmt, fast 7 Mio. Euro pro Jahr in die Kassen des Verlags. Der "stern" ist nach dem "Spiegel" das zweite der drei großen wöchentlichen Magazine, dass seinen Preis seit Ende 2008 erhöht. "Der Spiegel" ist mit Heft 52/2008 20 Cent teurer geworden.

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Für den „stern“ sind die 20 Cent mehr allerdings schon die zweite Preiserhöhung innerhalb von 15 Monaten. Erst im Februar 2008 hatte man den Coypreis von 2,80 Euro auf 3 Euro angehoben. Die Aktion ist kein ungeschickter Schachzug, um die am Werbemarkt wegbrechenden Umsätze halbwegs aufzufangen. Wegen 20 Cent mehr wird die „stern“-Auflage nicht einbrechen, das haben auch alle vergleichbaren Preiserhöhungen in der Vergangenheit gezeigt. Allein am Kiosk werden innerhalb eines Jahres rund 3,5 Mio. Euro zusätzlich in der Brutto-Umsatzbilanz des „stern“ ankommen, weitere 3,3 Mio. dann, wenn die Preiserhöhung auch bei den Abonnenten angekommen ist.

Der „stern“ leidet derzeit wie seine wöchentlichen Konkurrenten „Spiegel“ und „Focus“ besonders unter der Schwäche des Anzeigengeschäfts. Laut aktueller Zahlen der Zentralen Anzeigenstatistik (ZAS) haben die drei Magazine in den ersten vier Monaten des Jahres 2009 zwischen 23,5% und 33,3% weniger Werbung gedruckt als im Vorjahreszeitraum.

Das einzige der drei Magazine, dass schon seit längerer Zeit nicht mehr teurer geworden ist, ist damit der „Focus“, der seit über zwei Jahren unverändert 3,20 Euro kostet. Eine Preiserhöhung dürfte aber auch hier nur eine Frage der Zeit sein.

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